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Zweck des Artikels ist es, die Entwicklung der staatlichen Politik gegenüber öffentlichen Bibliotheken in Russland in der zweiten Hälfte des XIX. Jahrhunderts darzustellen. Infolge der Forschung hat der Autor festgestellt, dass der Inhalt von Gesetzen und Verordnungen, die die Arbeit öffentlicher Bibliotheken regeln, durch ihren Status als öffentliche Organisationen bestimmt wurde und tiefgreifende Widersprüche der Regierungspolitik während der Jahre der bürgerlichen Transformationen und in der nachreformatorischen Ära widerspiegelte. Die Regierung von Alexander II. betrachtete die bibliothekarische Initiative der Bildungsbegeisterten als Fortsetzung und Unterstützung ihrer eigenen Reformversuche. Der Autor zeigt auf, wie der rechtliche Status öffentlicher Bibliotheken im rechtlichen Rahmen Russlands verankert wurde, die Erwerbsregeln sich änderten, das Verfahren zur Eröffnung öffentlicher Bibliotheken und die Aufsicht über ihre Aktivitäten durchgeführt wurde. Der Autor bemerkt, wie die repressive Natur der Gesetzgebung, die darauf abzielte, die städtische Leserschaft vor unerwünschter Literatur zu schützen und die sich in den 1880er und 1890er Jahren verstärkte, negative Auswirkungen auf die öffentliche Selbstorganisation im Bildungsbereich hatte. Er kommt zu dem Schluss, dass die Umstände die Entwicklung öffentlicher Bibliotheken in Russland erheblich behinderten.
Dmitry I. Popov (Di.) hat diese Frage untersucht.