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Die tiefe Hirnstimulation (THS) ist eine interdisziplinäre und reversible Therapie, die hochfrequente elektrische Stimulation verwendet, um abweichende neuronale Bahnen bei motorischen und kognitiven neurologischen Störungen zu korrigieren. Allerdings kann die hohe Frequenz der in der THS verwendeten Wellen Störungen bei elektrischen Aufzeichnungsgeräten (z. B. Elektrokardiogramm, Elektroenzephalogramm, Herzmonitor) verursachen, die deren Interpretation erschweren. Die Kompatibilität der THS mit diesen Geräten variiert und hängt von Faktoren wie der zugrunde liegenden Erkrankung und der Konfiguration des Neurostimulators ab. In Notfällen, in denen die Beschaffung eines Elektrokardiogramms entscheidend ist, wird der Bedarf an größerem Konsens zur Reduzierung elektrischer Störungen bei Patienten mit THS zu einer erheblichen Herausforderung. Verschiedene Strategien wurden vorgeschlagen, um das durch THS erzeugte Artefakt zu mindern, wie z. B. die Änderung der THS-Konfiguration von monopolar zu bipolar, das vorübergehende Deaktivieren der THS während der elektrokardiographischen Aufzeichnung, das Anwenden von Frequenzfiltern sowohl unter als auch über den von der THS verwendeten Frequenzen und die Verwendung von nicht standardmäßigen Elektroden. Allerdings beschränken die Unerfahrenheit des medizinischen Personals, die Variabilität der THS-Modelle oder das Fehlen eines Controllers zum Zeitpunkt des Ansatzes die Anwendung dieser Strategien. Die aktuellen Beweise für deren Reproduzierbarkeit und Wirksamkeit sind begrenzt. Angesichts der wachsenden älteren Bevölkerung und der zunehmenden Verwendung von THS ist es unerlässlich, elektrokardiographische Methoden zu schaffen, die für Allgemeinmediziner und den Notdienst leicht zugänglich und reproduzierbar sind.
Sierra-Fernández et al. (Fri,) haben diese Frage untersucht.