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Zusammenfassung Die zunehmende Prävalenz des trockenen Augesyndroms in alternden und digitalen Gesellschaften beeinträchtigt das langfristige Tragen von Kontaktlinsen (KL) und zwingt die Nutzer zu regelmäßigem Tropfen von Augentropfen, um Unbehagen zu lindern. Hier wird ein neuartiger Ansatz vorgestellt, der das Potenzial hat, die Schmierungseigenschaften von KL zu verbessern und zu verlängern. Dies wird erreicht, indem schmierstoffsekretierende Biofabriken im KL-Material eingebettet werden. Die selbstregenerierenden Reservoirs produzieren und setzen langfristig autonom Hyaluronsäure (HA) frei, ein natürliches Schmier- und Feuchthaltemittel. Die Hydrogelmatrix reguliert das Wachstum der Biofabriken und die HA-Produktion und ermöglicht die Diffusion von Nährstoffen und HA über mindestens 3 Wochen. Die kontinuierliche Freisetzung von HA reduziert nachhaltig den Reibungskoeffizienten der KL-Oberfläche. Ein selbstschmierendes KL-Prototyp wird vorgestellt, bei dem die funktionalen Biofabriken in einem funktionalen Ring am Rand der Linse, außerhalb des Sehbereichs, enthalten sind. Das Gerät ist zytokompatibel und erfüllt die physikochemischen Anforderungen kommerzieller KL. Der Herstellungsprozess ist mit aktuellen Fertigungsprozessen von KL zur Sehkorrektur kompatibel. Es wird angestrebt, dass der langlebige, designgetriebene Ansatz bei lebenden KL langfristigen Tragekomfort für KL-Nutzer ermöglichen und den Bedarf an schmierenden Augentropfen minimieren könnte.
Puertas‐Bartolomé et al. (Sun) haben diese Frage untersucht.