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Kinder mit Entwicklungsstörungen der Sprache (DLD) neigen dazu, nichtkanonische Sätze wie Passivkonstruktionen unter Verwendung von Informationen zur Ereigniswahrscheinlichkeit (EP) unabhängig von der Struktur zu interpretieren (z. B. indem sie "Der Hund wurde vom Eichhörnchen verfolgt" als "Der Hund verfolgte das Eichhörnchen" interpretieren). Verben sind eine wichtige Quelle von EP-Informationen bei Erwachsenen und Kindern mit typischer Entwicklung (TD), die wissen, dass "verfolgen" eine ungleiche Beziehung zwischen den Teilnehmern impliziert. Personen mit DLD haben ein schwaches Verbverständnis und eine eingeschränkte verbbasierte Satzverarbeitung. Doch scheinen sie auch mehr auf EP-Informationen zu vertrauen als ihre Altersgenossen. Dieses Paradox wirft zwei Fragen auf: (a) Wie nutzen Kinder mit DLD verbbasierte EP-Informationen zusammen mit anderen Informationen bei der Online-Interpretation passiver Sätze? (b) Wie unterstützt das Wissen über das Verbvokabular die Nutzung von EP-Informationen?
Kueser et al. (Thu,) untersuchten diese Frage.