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Zusammenfassung Die relative Vermögensungleichheit zwischen den Ländern des Nordens und des Südens hat sich seit der Dekolonialisierungsära nicht verbessert, dennoch wurde das wirtschaftliche Regime der LIO seit der Neuen Internationalen Wirtschaftsordnung der 1970er Jahre kaum herausgefordert. Dieses Papier versucht, dieses Rätsel zu erklären, indem es ein allgegenwärtiges Muster der rhetorischen "Zähmung" theorisiert und empirisch verfolgt, durch das Vermögensungleichheit als ein innerstaatliches anstelle eines internationalen Problems dargestellt wurde. Im Rahmen eines rhetorischen Prozesses der "Eindämmung" wurde die Herausforderung der NIEO mit zwei alternativen, liberalen Diskursen von den 1980er Jahren bis heute begegnet: einem "reaktiven" Diskurs, verkörpert durch den Brandt-Bericht und seinen sozialdemokratischen Mittelweg; und einem "widerstehenden", der durch eine Rede von Ronald Reagan in Cancun im Jahr 1983 geprägt ist. Unsere empirische Demonstration veranschaulicht, wie die Befürworter der LIO die NIEO-Umstrittenheit diskursiv durch die Verbreitung einer gezähmten Rhetorik eindämmten. Anhand eines Korpus der jährlichen Debatten der Generalversammlung von 1971 bis 2018 zeigt unsere maschinelle Lernanalyse, wie ein wachsendem Anteil diverser Länder die wirtschaftliche Entwicklung zunehmend auf eine managerielle Weise ansprechen. Durch die Verfolgung rhetorischer Tropen dokumentieren wir eine aufkommende Bewegung von struktureller und politischer Anfechtung der LIO weg. Insgesamt ermöglicht uns unsere ursprüngliche Methodik - basierend auf einem induktiven und relationalen Ansatz zur maschinellen Lerntextanalyse - die vielen Euphemismen zu erfassen, die die Eindämmungsdiplomatie der UN mit sich bringt, und allgemeiner, wie zentrale politische Probleme in globalen Debatten verschleiert werden.
Pouliot et al. (Mon,) untersuchten diese Frage.