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Das zerschlagene Haar der Hexe in der frühneuzeitlichen visuellen Kultur bewegt sich und entwickelt sich. Ihr Haar ist unbändig, belebt von einem Wind und einer Kraft, die dem Betrachter unverständlich sind. Die Künstler, die dieses "zerschlagene" Haar im 16. Jahrhundert festhielten, darunter Hans Baldung Grien, Hans Sebald Beham und Albrecht Dürer, fanden sich in Opposition zu dem, was auf den ersten Blick wie ein formidables "Anderes" erscheint: dem Handeln und der Sexualität der Frauen, eingefroren in körperlicher Form als Strähnen von Haar. Wenig Forschung widmete sich einer ernsthaften Analyse des amorphen Haares der Hexe, sodass dieses Papier hauptsächlich aus originärer Forschung und der Anwendung philosophischer und anthropologischer Theorien besteht. Julia Kristevas Theorie der Abjektivität ist ein zentrales Element des Hauptarguments dieses Papiers. Die Hexe ist kein "Anderes", das direkt einem Mainstream gegenübersteht; sie ist ein drittes intermediäres Ding: Kristevas "Abjekt". Sie ist eine Personifizierung der Haut auf der Oberfläche von saurer Milch, die Ekel im potenziellen Verbraucher hervorruft. Sie ist das Abjekt genau weil sie im Objekt eingebettet ist; ihr Haar ist das expliziteste Vehikel für dieses Argument. Friedrich Speevon Langenfields Berichte über erzwungene Haarentfernung und die zeitgenössische Literatur von Raymond Firth, Barbara Baert und E.R. Leach informieren diese Auslegung von Hexenhaar als das Abjekt. Dieses Papier schlussfolgert, dass die visuelle Übersetzung von zerschlagenem Haar ein Versuch ist, es und seine weibliche sexuelle Konnotation von der Vorstellung in ein zugänglicheres visuelles Medium zu entfernen. Die Darstellungen des Künstlers sollen das Abjekt in einen leicht verdaulichen Gegenstand verwandeln, ein vollständiges "Anderes".
Rose Giroux (Mo.) hat diese Frage untersucht.
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