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In der Debatte über die Theorie und Praxis des spanischen Imperiums zu Beginn des sechzehnten Jahrhunderts differenzierten politische, religiöse und rechtliche Diskurse zwischen eroberten Völkern und neuen Konvertiten zum Christentum und den sogenannten „alten Christen“, wodurch unterschiedliche Kategorien spanischer Untertanen geschaffen wurden. In Spanien selbst wurden kulturelle Marker wie Sprache, Kleidung und Ernährung zu den Grundlagen fiskalischer und rechtlicher Unterschiede, während normative Codes through eine Vielzahl von Dokumenten, z. B. Rechtsinstrumenten, zivilrechtlichen und kirchlichen Aufzeichnungen, universitären Debatten und juristischer Theorie, erlassen und verhandelt wurden. Begleitet von diesem Prozess entstand ein Satz christlicher Katechismen in Spanien, sowohl vor als auch nach der Verkündung der tridentinischen Reformen, die sich insbesondere an die konvertierten Moriskenpopulationen in Granada und Valencia richteten. Diese Katechismen wurden in iberischem Arabisch und romanischen Sprachen produziert und enthielten Anweisungen dazu, wie sich neue Konvertiten vom Islam verhalten sollten, sowie was sie glauben sollten, um an liturgischen Aktivitäten teilnehmen zu können und als vollwertige Mitglieder der christlichen Gemeinschaft anerkannt zu werden. Dieser Artikel untersucht die in Spanien zwischen 1496 und 1566 produzierten Morisco-Katechismen, da diese Dokumente eine einzigartige Periode sowohl in der Geschichte des lateinischen Christentums als auch des aufkommenden spanischen Imperiums repräsentieren. Durch das Aufkommen dieses Corpus und vor dem Hintergrund gezielter Gesetzgebung und neuer Politiken, die sich zunächst an arabischsprachige Morisken in Granada und später in Valencia richteten, wurden die ideologischen Grundlagen gebildet, die die Morisco-Erfahrung einschränkten.
Claire Gilbert (Do.) untersuchte diese Frage.