Key points are not available for this paper at this time.
Anhand von Daten aus der Australian Household, Income, and Labour Dynamics in Australia (HILDA) Survey (2001–2020) untersuchen wir, wie kombinierte Muster von nicht-standardisierter Beschäftigung und Unterbeschäftigung zu Beginn der Karriere spätere Einkommensverläufe prägen, wobei wir geschlechtsspezifische Unterschiede in einer repräsentativen Stichprobe von australischen jungen Männern (N = 470) und Frauen (N = 497) sorgfältig berücksichtigen. Durch die Kombination von Multikanal-Sequenzanalyse und Random-Effects-Panelmodellen kommen wir zu drei zentralen Erkenntnissen. Erstens identifizieren wir sieben distinct frühe Beschäftigungsverläufe, wobei die „standardisierte“ Karriere, gekennzeichnet durch stabile, vollzeitbeschäftigte Dauerstellen in den ersten 5 Jahren nach der Ausbildung, die häufigste ist. Zweitens stellen wir fest, dass kombinierte Muster von nicht-standardisierter Beschäftigung und Unterbeschäftigung während der frühen Karriere mit signifikanten Einkommensnachteilen verbunden sind. Diese Einkommensnachteile verringern sich jedoch innerhalb von 10 Jahren. Drittens zeigen sich anhaltende und wachsende Einkommensunterschiede nur bei Jugendlichen, die zu Beginn ihrer Karriere überwiegend arbeitslos oder inaktiv sind. Diese Nachteile sind besonders ausgeprägt bei Männern, was den Einfluss der Norm des „idealen“ Arbeitnehmers unterstreicht. Insgesamt sollte die Integration von unterbeschäftigten Arbeitssuchenden in den Arbeitsmarkt und die Bekämpfung geschlechtsbasierter Vorurteile für Entscheidungsträger eine Priorität sein, um Chancengleichheit und faire Behandlung aller Arbeitnehmer im Arbeitsmarkt zu gewährleisten.
Fauser et al. (Tue,) untersuchten diese Frage.