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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Funktionsweise von Präzedenz-Urbanonymen im englischsprachigen Massenmedien-Diskurs und den Merkmalen ihrer semantischen Ableitung. Der Schwerpunkt liegt auf der Analyse der Verwendung des kognitiven Mechanismus der Metonymie, um die bestehende Bedeutung eines Eigennamens zu erweitern und einen neuen zu bilden. Die Studie basiert auf dem Material von Nachrichtenartikeln, die in der Reuters Nachrichtenagentur von 2022-2023 veröffentlicht wurden. Als Ergebnis der Analyse werden die Hauptmodelle des metonymischen Wandels identifiziert, die verwendet werden, um die Bedeutung des Urbanonyms in einem bestimmten Kontext umzuorientieren. Präzedenz-Urbanonyme können durch kulturell stabile assoziative Merkmale charakterisiert werden. Ihre Verwendung zum Zweck der Benennung anderer Objekte führt zu einem Fokuswechsel, einer semantischen Ableitung des Namens, die nicht immer vom Empfänger realisiert wird, jedoch ein Feld für die manipulative Verwendung eines Eigennamens bietet, um seine Semantik einzuschränken oder die Schlüsselmerkmale eines konzeptionell-thematischen Bereichs auf einen anderen zu übertragen. Präzedenz-Urbanonyme werden selten in der Funktion der direkten Benennung in politischen Nachrichtentexten verwendet. Sie fungieren als eine Art verallgemeinerte (unpersönliche) Informationsquelle, die lediglich auf eine bestimmte Staatsstruktur hinweist, nicht auf eine spezifische Person, was auch die Umsetzung der Passwortfunktion des Urbanonyms betont.
Ekaterina Kirillova (Mi.) hat diese Frage untersucht.
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