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Schüler machen viele Fehler in der visuellen Programmierung. Um aus diesen zu lernen, ist es wichtig, dass die Schüler ihre Emotionen regulieren und Fehler als Lerngelegenheiten ansehen. Diese Studie hatte zum Ziel zu untersuchen, inwieweit momentane Emotionen, insbesondere Freude, Angst und Langeweile, sowie die Fehlertoleranzorientierung der Schüler während eines eintägigen Kurses zur visuellen Programmierung in einer schulischen Lernumgebung miteinander interagierten. Die Stichprobe bestand aus 269 Schülern der unteren Sekundarstufe (Klassen 7-9). Die Daten wurden in einer Interventionsstudie erhoben, mit Fragebögen, die direkt vor und nach dem Kurs angewendet wurden, und mit vier Messungen der Zustandsemotionen während des Kurses. Die Ergebnisse zeigten, dass die Fehlertoleranzorientierung einen erwarteten Effekt auf die Emotionen der Schüler zu Beginn des Kurses hatte. Die Emotionen änderten sich im Verlauf des Workshops positiv, während die Fehlertoleranzorientierung stabil blieb. Es wurden keine Unterschiede in der Fehlertoleranzorientierung zwischen der Kontroll- und der Interventionsgruppe gefunden. Ein erwarteter, wechselseitiger Effekt der Emotionen der Schüler auf ihre Fehlertoleranzorientierung am Ende des Kurstags konnte nicht festgestellt werden. Änderungen in der Fehlertoleranzorientierung sind während eintägiger Kurse schwer zu erreichen. Dennoch könnten Lehrer durch gezielte, pädagogische Ansätze, die darauf abzielen, den Einfluss ungünstiger Emotionen, die in problemorientierten Lernsituationen auftreten, zu minimieren, den Schülern helfen, langfristig eine positive Fehlertoleranzorientierung zu entwickeln, wobei Fehler als Gelegenheit zum Lernen betrachtet werden.
Schmid et al. (Tue,) haben diese Frage untersucht.