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Das Kinderfolkore nimmt eine besondere Stellung in der mündlichen Volkskunst jeder Nation ein und stellt ein komplexes Feld dar, das zwei Bereiche miteinander verbindet: Folkore für Kinder und Folkore, das von Kindern geschaffen wurde, von Erwachsenen gelernt und von einigen Kindern an andere Kinder weitergegeben wird. Die menschliche Welt und Werte spiegeln sich im Folkore wider - somit trägt die ethnografische Untersuchung des Kinderfolklores zum Verständnis der Besonderheiten verschiedener Kulturen und der Teilnahme von Kindern an diesen bei. Ziel der Studie ist es, das Kinderfolkore in kasachischer, russischer und englischer Sprache aus linguistischer und kultureller vergleichender Perspektive zu beschreiben. Die Bedeutung der Identifizierung der lexikalischen und phraseologischen Merkmale verschiedener Genres des Kinderfolklores und der Beschreibung ihrer gemeinsamen und kulturell gekennzeichneten Eigenschaften liegt darin, dass trotz der Verfügbarkeit ethnografischer Studien über Kinderfolkore in einigen Kulturen keine umfassende Forschung zu interkulturellen Vergleichsperspektiven verschiedener Genres des Kinderfolklores existiert. Die Studie verwendete analytische, beschreibende und vergleichende Methoden. Die Forschungsdaten wurden durch die online durchgeführten soziolinguistischen Umfragen parallel in der Republik Kasachstan und der Russischen Föderation gesammelt. Die Texte des Kinderfolklores in englischer Sprache stammen aus den Sammlungen Nursery Rhymes und Mother Goose’s Songs. Die Menge der Forschungsdaten belief sich auf nahezu 2000 Texte des Kinderfolklores in kasachischer, russischer und englischer Sprache. Die Studie ergab, dass die Genrevielfalt des Kinderfolklores einen Einfluss auf die Sprache jedes Genres ausübt. Die lexikalische und phraseologische Analyse verschiedener Genres des Kinderfolklores zeigte eine aktive Verwendung von Neologismen, transrationaler Sprache und Eigennamen. Das Kinderfolkore zeichnet sich nicht nur durch Genre- und Intragenredynamik aus, sondern auch durch historische Veränderungen.
Tokpayeva et al. (2024) untersuchten diese Frage.
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