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Dieser Aufsatz untersucht die aktuellen Werke von Zadie Smith ('Die Botschaft aus Kambodscha', 2013, und 'Der faule Fluss', 2019) und David Szalay (All That Man Is, 2016) als Beispiele für BrexLit-Fiktion, ein Begriff, der von Kristian Shaw geprägt wurde, um 'Fiktionen zu bezeichnen, die entweder direkt auf den Austritt Großbritanniens aus der EU reagieren oder imaginative Anspielungen darauf machen'. Im Gegensatz zum romanischen Staatsroman des neunzehnten Jahrhunderts, der auf die liberal-humanistischen Ressourcen des Romans zurückgriff, um in öffentliche Debatten einzugreifen, argumentiere ich, dass ein signifikanter Strang zeitgenössischer BrexLit eine Krise widerspiegelt, die nicht einfach innerhalb, sondern vielmehr der öffentlichen Sphäre angehört. Dementsprechend berühren meine Fallstudien die Grenzen der liberalen Literartradition und tun dies gerade als Mittel, um die Mängel der mainstream-liberalen Reaktion auf den Populismus zu erforschen. Basierend auf Chantal Mouffes postpolitischer These – die Argumentation, dass die repräsentativen Systeme der europäischen Demokratien einer technokratisch-zentristischen Trägheit erlegen sind, die auf der Idee beruht, dass es keine Alternative zur neoliberalen Globalisierung gibt – behauptet dieser Aufsatz, dass BrexLit einen generischen Rahmen bietet, um durch eine alternative agonistische Imagination nachzudenken; eine Denk- und Schreibweise, die einen Weg bietet, eine illiberale Politik für progressive statt reaktionäre Zwecke zu rehabilitieren.
Marc Farrant (Fr,) hat diese Frage untersucht.
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