Key points are not available for this paper at this time.
Ziel: Ziel dieser Arbeit war es, das Profil und die Behandlungsergebnisse von Patienten mit doppelter Pathologie zu untersuchen, je nachdem, ob die Patienten in Suchtzentren behandelt wurden oder im Rahmen eines koordinierten Modells von psychischen Gesundheitsdiensten behandelt werden. Methoden: Daten von 7225 Patienten mit Doppeldiagnose wurden verwendet, von denen 2417 (33,5%) in der koordinierten psychischen Gesundheitsversorgung behandelt wurden. Klinische Informationen wurden aus der elektronischen Gesundheitsakte der Patienten entnommen. Ergebnisse: Es wurden Unterschiede in den soziodemografischen und Komorbiditätsprofilen der Patienten je nach Behandlungsmodalität festgestellt. Im Allgemeinen ergab die koordinierte Versorgung günstige Ergebnisse (höhere Teilnahme und niedrigere Abbruchraten, jedoch keine Unterschiede in der Bindung). Die logistische Regressionsanalyse identifizierte Prädiktoren der Patientenprofile in der koordinierten Versorgung, wobei ein schweres psychisches Gesundheitsproblem (OR = 3.878, 95% CI 3.443, 4.368; p = .000), die Überweisung durch soziale/gesundheitsdienstliche Stellen oder der Ruhestandstatus betont wurden. Hauptunterschiede wurden je nach vorliegender komorbider Diagnose beobachtet, insbesondere in Fällen, in denen der Patient eine Impulskontrollstörung, eine Hyperaktivitätsstörung oder eine Persönlichkeitsstörung des Cluster C hatte. Schlussfolgerungen: Während therapeutische Ergebnisse durch assoziierte Komorbiditäten beeinflusst werden, kann die Prognose der Störungen mit geeigneter Behandlung günstig sein. Darüber hinaus ermöglicht die Analyse von Unterschieden gemäß der Behandlungsmodalität eine Vorhersage darüber, welche Art von Patient einen bestimmten Dienst in Anspruch nimmt, was die Entwicklung maßgeschneiderter Behandlungen ermöglicht.
Mancheño‐Velasco et al. (Mittwoch) haben diese Frage untersucht.