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Rasch zunehmende Klimarisiken führen zu einem grundlegenden und schnell wachsenden Bedarf für Gesellschaften, ihre Siedlungen, Infrastrukturen, bewirtschafteten Ökosysteme und sozialen Systeme anzupassen. In vielen Kontexten ist diese Aufgabe so groß, dass sie eine erhebliche Neubewertung der Rollen und Verantwortlichkeiten erfordert, die verschiedene Akteure darin haben können und sollten. Bereits heute stoßen viele der aktuellen Risikomanagementregime und ihre institutionalisierten Verteilungen von Verantwortlichkeiten an ihre Grenzen. Beispielsweise haben Gemeinden weltweit bereits Schwierigkeiten, ihre etablierten Schutzmaßnahmen gegen Überschwemmungen aufrechtzuerhalten und in die Zukunft zu tragen. Daher argumentieren sie, dass private Haushalte und Unternehmen stärker für ihren eigenen Schutz sorgen sollten. Allerdings fehlen bisher konsistente Rahmenwerke, um die bestehende Verteilung von Rollen und Verantwortlichkeiten für die Anpassung zu analysieren und eine zukünftige Debatte über deren Neugestaltung zu leiten, sowohl aus analytischer als auch aus normativer Sicht. Wir präsentieren und diskutieren daher einen neuartigen Rahmen zu diesem Zweck, der die Perspektive sozialer Verträge nutzt. Der Rahmen basiert auf einer umfassenden Überprüfung der theoretischen Literatur und empirischer Daten, die in einer Reihe von Anpassungsprojekten weltweit gesammelt wurden. Der Rahmen unterscheidet zwischen legalisierten, anderweitig institutionalisierten, umgesetzten und visionierten sozialen Verträgen. Er hilft nicht nur, diese einzelnen Dimensionen offen zu legen, sondern auch, die Risse zwischen ihnen zu untersuchen. Darüber hinaus schlägt er eine Typologie verschiedener sozialer Verträge vor, die die Übereinstimmung oder Nichtübereinstimmung verschiedener Akteure hinsichtlich der Verteilung von Rollen und Verantwortlichkeiten berücksichtigt. Dabei kann der Rahmen auf unterschiedliche kulturelle Kontexte weltweit sowie auf die Analyse und politische Orientierung von lokal bis global angewendet werden. Der Rahmen berücksichtigt zeitliche Dynamiken, um Transitionprozesse im Kontext einer klimafreundlichen Entwicklung effektiv zu informieren. Die Präsentation legt den Rahmen dar, illustriert seine Anwendbarkeit anhand einer Reihe von Fallstudien aus verschiedenen Kontexten weltweit und diskutiert sein Potenzial für eine breitere Anwendung in einem als kritisch angesehenen Jahrzehnt, nicht nur in der Anpassungswissenschaft, sondern auch in der Anpassungsaktion.
Garschagen et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.
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