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Zusammenfassung Dieser Artikel führt einen neuartigen theoretischen Rahmen zur Behandlung von epistemischer Ungerechtigkeit ein – ein Phänomen, bei dem bestimmte Gruppen oder Individuen systematisch von Prozessen der Wissensschaffung und -verbreitung ausgeschlossen werden – indem ontologische Relativität und konzeptionelle Analyse verwendet werden. „Ontologische Relativität“ bezieht sich auf eine philosophische Perspektive, die besagt, dass unser Verständnis von Realität durch unsere Werkzeugkiste von Konzepten, Kategorien, Sprache und sozialen Praktiken geprägt ist; „konzeptionelle Analyse“ ist eine Forschungsmethode, die die eingehende Prüfung und Dekonstruktion eines bestimmten Konzepts oder einer Gruppe von Konzepten umfasst, um deren Elemente, Beziehungen und zugrunde liegenden Annahmen zu enthüllen. Um die Wirksamkeit des ontologiebasierten Ansatzes zu veranschaulichen, werden zwei paradigmatiche Anwendungen untersucht: (a) Bildungspraktiken und (b) klinische Praxis und Zugang zur Gesundheitsversorgung. Durch die Präsentation dieser Anwendungen und die schrittweise Veranschaulichung der angewandten Methodologie ist das Ziel des Artikels, die Wirksamkeit der Ontologie zur Bekämpfung epistemischer Ungerechtigkeiten zu demonstrieren und innovative Wege für zukünftige Forschung in diesem Bereich aufzuzeigen.
Paolo Valore (Freitag) hat diese Frage untersucht.