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Zusammenfassung In der Türkei hat das Konzept der Migrant*innenintegration nach dem Eintreffen syrischer Flüchtlinge sowohl in akademischen als auch in politischen Bereichen an Bedeutung gewonnen. In diesem Artikel verfolgen wir zunächst das Wiederaufleben der Studien zur Migrant*innenintegration in Westeuropa in den letzten zwei Jahrzehnten nach dem Rückgang des Diskurses über Multikulturalismus. Wir argumentieren, dass das politische Konzept der Migrant*innenintegration im Rahmen der Externalisierung des Migrationsmanagements der Europäischen Union (EU) in die Türkei gelangt ist; jedoch wurde der Begriff in der Türkei durch einen Prozess der Vernakularisierung neu geformt, wie in offiziellen Dokumenten, Programmen und Projekten, die von der EU und anderen supranationalen Akteuren sowie in Politikanalysen finanziert werden. Obwohl die verakularisierte Form der Integration, die als 'Harmonisierung' bezeichnet wird, im türkischen Kontext spezifische Konnotationen gewonnen hat, zeigt dieser Artikel, dass sie dennoch assimilatorische Merkmale aufweist, da sie nicht über die Grenzen des Nationalstaats als grundlegende Analyseeinheit hinausgehen kann und nicht der binären Opposition von einheimischen Bürger*innen und Migrant*innen entkommen kann. Der Artikel verdeutlicht, wie die Wissensproduktion durch Regierungsinstitutionen, supranationale und internationale Organisationen, Forschende und die Zivilgesellschaft hilft, ein bestimmtes Verständnis der Integration von Migrant*innen in die Gastgesellschaft zu legitimieren, welches annimmt, dass jede Gruppe in Bezug auf sozioökonomische Merkmale und Kultur homogen ist und das den Islam als gemeinsamen Nenner zwischen beiden hervorhebt.
Yükseker et al. (2024) haben diese Frage untersucht.
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