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Abstract Eierstockkrebs ist der tödlichste gynäkologische Krebs mit einer Fünfjahresüberlebensrate von 40 %. Mit dem Fortschritt in der Krebsbehandlung wurde in den letzten Jahren eine moderate Zunahme der Lebenserwartung der Patienten beobachtet, die offenbar mit einer Zunahme von Fällen von Gehirnmetastasen (bis zu 6 % der Patienten) einhergeht. Leider gibt es keine klinischen Empfehlungen zur Behandlung dieses fatalen Zustands. Die Blut-Hirn-Schranke und die einzigartige Hirnumgebung üben einen selektiven Druck auf eindringende Krebszellen aus. Dies kann phänotypische Veränderungen in Metastasen verursachen und diese resistent gegen die systemischen Krebstherapien machen, die zur Behandlung der extrakraniellen Eierstocktumoren eingesetzt werden. Daher ist ein besseres Verständnis dieser Phänotypen und die Identifizierung therapeutischer Schwachstellen entscheidend, um neue therapeutische Ansätze gegen Gehirnmetastasen von Eierstockkrebs zu entwickeln. Ziel dieses Projekts ist es, die molekularen Mechanismen zu bestimmen, die an der Entwicklung von Gehirnmetastasen aus Eierstockkrebs beteiligt sind, und therapeutische Schwachstellen zu identifizieren, die genutzt werden könnten, um Patienten mit Eierstockkrebs und Gehirnmetastasen zu behandeln. Proben von 22 Eierstockkrebspatientinnen (Primärtumoren und zugehörigen Gehirnmetastasen) wurden mittels zyklischer Immunfluoreszenz (Cyc-IF) analysiert. Diese Methode ermöglichte die räumlich orientierte Einzelzellanalyse von 80 Proteinmarkern auf zwei aufeinanderfolgenden FFPE-Probenfolien (2 Antikörperpanels mit je 40 Markern). Die beiden Antikörperpanels umfassten onkogene Signalwege, Überwachung von Immunzellen und Charakterisierung des Tumormikromilieus (MET). Eine erste t-SNE-Clustering-Analyse der Daten nach Patient und Gewebetyp (Primär- oder Metastase) zeigte, dass bestimmte Zellen zwischen Primär- und Metastastumoren denselben Phänotyp teilen, was auf die Möglichkeit hinweist, Vorläufer von Gehirnmetastasen aus Primärtumoren zu identifizieren. Weitere Clustering-Analysen zeigten, dass sich die Zusammensetzung des Tumor-MET zwischen dem Primärtumor und den zugehörigen Gehirnmetastasen unterscheidet, was auf eine Umgestaltung der Tumorarchitektur und der Immunzellzusammensetzung hinweist. Die Krebszellen zeigten zudem unterschiedliche Aktivitäten onkogener Signalwege, was auf eine Anpassung der Tumorzellen an die Hirnumgebung hinweist und die Möglichkeit therapeutischer Ansatzpunkte aufzeigt. Es wurde gezeigt, dass Gehirnmetastasen bei Eierstockkrebs tödlich sind und nicht auf konventionelle Behandlungen gegen extrakranielle Eierstocktumoren ansprechen. Die Identifizierung therapeutischer Schwachstellen in Gehirnmetastasen des Eierstockkrebses wird der erste essentielle Schritt sein, um die Patientenversorgung zu verbessern. Zitierformat: Korina Mouzakitis, Nathan McMahon, Hongli Ma, Gordon B. Mills, Tanja Pejovic, Marilyne Labrie. Study of molecular pathways involved in the development of ovarian cancer brain metastases abstract. In: Proceedings of the AACR Special Conference on Ovarian Cancer; 2023 Oct 5-7; Boston, Massachusetts. Philadelphia (PA): AACR; Cancer Res 2024;84 (5 Suppl₂): Abstract nr A064.
Mouzakitis et al. (Mon,) haben diese Fragestellung untersucht.
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