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Dieses Papier diskutiert die transkulturellen Affinitäten zwischen Whitman und Baudelaire durch die Frage des Flâneur, einer Figur, deren Entstehung mit der boomenden Entwicklung der wirtschaftlichen Industrie im neunzehnten Jahrhundert zusammenfällt. Obwohl es keinen historischen Beweis dafür gibt, dass Whitman in seinem Leben eine reale Verbindung zu Baudelaire hatte, sind sowohl Baudelaire als auch Whitman Poeten des modernen Lebens und haben eine gegenseitige Verliebtheit in die Modernität. Beide Dichter zeigen auch innovativ ihre poetische Stärke, indem sie eine poetische Welt schaffen, die von visuellen Bildern dominiert wird, deren poetische Visionen tief in den unverblümten Realitäten des modernen Stadtlebens verwurzelt sind und eine besondere modernistische Art der städtischen Erfahrung enthüllen. Bei der Untersuchung einer möglichen Verbindung zwischen Baudelaire und Whitman kommt dieses Papier zu dem Schluss, dass die Beziehung zwischen den beiden Dichtern eine der Konfluenz und nicht des Einflusses ist. Zwar ist Whitmans Poetik im Modus des Flâneur angelegt, doch ist sie im Wesentlichen von diesem französischen Modell getrennt. Mehr als nur ein Flâneur ist Whitman der Poet der Stadt, der Menschenmengen, des Körpers, der Seele und der Nation. Durch die Diskussion der Rollen des Flâneur bei Whitman und Baudelaire gelingt es diesem Papier, neues Material für eine vergleichende Studie zwischen den beiden Dichtern einzuführen.
Chiung-Ying Huang (Fr,) hat diese Frage untersucht.