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Der Artikel präsentiert die künstlerische Wahrnehmung der chinesischen Kultur in der russischen Literatur des XIX. – frühen XX. Jahrhunderts. Der Autor beabsichtigt, ein verallgemeinertes Bild Chinas in den Werken russischer Prosa- und Dichterschaffenden in diesem historischen Zeitraum darzustellen. Die Relevanz der Forschung liegt im gestiegenen Interesse der modernen Linguistik an den Problemen des interkulturellen Dialogs. Es wird festgestellt, dass das Studium chinesischer Themen in der russischen Literatur von unbestreitbarem Interesse für das Verständnis der Besonderheiten der interkulturellen Kommunikation zwischen Russland und China ist. Die facettenreiche chinesische Kultur wird durch die Augen russischer Schriftsteller vergangener Jahrhunderte offenbart, die von chinesischen Bildern, Handlungen und Motiven angezogen wurden. Die Geschichte der russisch-chinesischen Beziehungen wird im Spiegel der fortschrittlichen russischen Kultur des XIX. – frühen XX. Jahrhunderts nachgezeichnet. Die Tendenz, China als einzigartige Zivilisation zu begreifen, die sich von der europäischen unterscheidet und zu dieser Zeit bereits aufkam, hebt sich hervor. Es wird festgestellt, dass die substantielle Entwicklung der Vorstellungen über China in der russischen Literatur im interessierenden Zeitraum direkt mit der sich abzeichnenden soziopolitischen Situation im Russischen Reich, dem Entstehen von Alternativen hinsichtlich der Bestimmung des weiteren Vektors der sozialen Entwicklung unter Berücksichtigung des Problems "West – Russland – Osten", d.h. der aufkommenden Situation der inneren Wahl, Selbstbestimmung und dem Bewusstsein der herrschenden Kreise über die dringliche Notwendigkeit, einen weiteren Weg zur Entwicklung der russischen Staatsbürgerschaft zu erarbeiten, zusammenhängt, wobei auf der einen Seite das westliche und auf der anderen – das östliche Modell berücksichtigt wird. Dies erklärt, seiner Meinung nach, das Interesse der Vertreter der russischen Literatur an der Kultur des Ostens, an spirituellen und moralischen Werten und an philosophischen Überlegungen zur Natur von Güte und Gerechtigkeit, die in China eine jahrhundertealte Tradition haben.
Khabiba Sadyrovna Shagbanova (Fr,) hat diese Frage untersucht.