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Bedeutung: Das aktuelle TNM-Staging-System bietet möglicherweise nicht ausreichende Informationen für prognostische Zwecke und zur Bewertung des potenziellen Nutzens von Chemotherapie für Patienten mit Stadium III Dickdarmkrebs. Ziel: Entwicklung und Validierung einer Pathomics-Signatur zur Schätzung der Prognose und des Nutzens aus Chemotherapie anhand von hämatoxylin-eosin (H-E)-gefärbten Schnitten. Design, Setting und Teilnehmer: Diese retrospektive prognostische Studie verwendete Daten von aufeinanderfolgenden Patienten mit histologisch bestätigt Stadium III Dickdarmkrebs an 2 medizinischen Zentren zwischen Januar 2012 und Dezember 2015. Insgesamt wurden 114 Pathomics-Merkmale aus digitalen H-E-gefärbten Bildern des Nanfang-Krankenhauses der Southern Medical University, Guangzhou, China, extrahiert, und eine Pathomics-Signatur wurde mit einem „least absolute shrinkage and selection operator“ (LASSO) Cox-Regressionsmodell in der Trainingskohorte erstellt. Die Assoziationen der Pathomics-Signatur mit dem krankheitsfreien Überleben (DFS) und dem Gesamtüberleben (OS) wurden evaluiert. Patienten im sechsten angegliederten Krankenhaus der Sun Yat-sen-Universität, Guangzhou, China, bildeten die Validierungskohorte. Die Datenanalyse wurde von September 2022 bis März 2023 durchgeführt. Hauptausgänge und Maße: Die prognostische Genauigkeit der Pathomics-Signatur sowie ihre Assoziation mit der Chemotherapie-Antwort wurden bewertet. Ergebnisse: Diese Studie umfasste 785 Patienten (Durchschnitt ±SD Alter 62,7 ±11,1 Jahre; 437, 55,7% männlich). Eine Pathomics-Signatur wurde auf der Basis von 4 Merkmalen konstruiert. Die multivariable Analyse ergab, dass die Pathomics-Signatur ein unabhängiger Faktor war, der mit dem DFS (Hazard Ratio HR, 2,46; 95% CI, 2,89-4,13; P < .001) und OS (HR, 2,78; 95% CI, 2,34-3,31; P < .001) in der Trainingskohorte assoziiert war. Die Einbeziehung der Pathomics-Signatur in Pathomics-Nomogramme führte zu einer besseren Leistung bei der Schätzung der Prognose im Vergleich zum traditionellen Modell in einem Vergleich des Concordance-Index in der Trainingskohorte (DFS: HR, 0,88; 95% CI, 0,86-0,89 vs HR, 0,73; 95% CI, 0,71-0,75; P < .001; OS: HR, 0,85; 95% CI, 0,84-0,86 vs HR, 0,74; 95% CI, 0,72-0,76; P < .001) und der Validierungskohorte (DFS: HR, 0,83; 95% CI, 0,82-0,85 vs HR, 0,70; 95% CI, 0,67-0,72; P < .001; OS: HR, 0,80; 95% CI, 0,78-0,82 vs HR, 0,69; 95% CI, 0,67-0,72; P < .001). Weitere Analysen zeigten, dass Patienten mit einer niedrigen Pathomics-Signatur eher von Chemotherapie profitierten (z.B. kombinierte Kohorte: DFS: HR, 0,44; 95% CI, 0,28-0,69; P = .001; OS: HR, 0,43; 95% CI, 0,29-0,64; P < .001). Schlussfolgerungen und Relevanz: Diese Ergebnisse legen nahe, dass eine Pathomics-Signatur dabei helfen könnte, Patienten zu identifizieren, die am wahrscheinlichsten von einer Chemotherapie bei Stadium III Dickdarmkrebs profitieren.
Jiang et al. (Wed,) untersuchten diese Frage.
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