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Zusammenfassung Der Artikel untersucht die Rolle von Kinderzeitschriften bei der Förderung von Internationalismus und Solidarität in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR). Anhand der Zeitschriften ABC-Zeitung, Bummi und Frösi wird beleuchtet, wie sie zum System der DDR zur Sammlung und Verteilung von karitativen Spenden und zur Förderung des Engagements von Kindern für Länder in Afrika, Asien und Lateinamerika beigetragen haben. Der Artikel deckt vielschichtige Bedeutungen auf, die mit Internationalismus verbunden sind, und betont die Bedeutung der Verbindung zwischen den staatlich-ideologischen und den alltäglichen Ebenen. Die Analyse von Primärquellen, einschließlich Artikeln aus den Kinderzeitschriften, Unterlagen aus dem Bundesarchiv und historischen Publikationen, zeigt, dass die Zeitschriften eine entscheidende Rolle bei der Förderung internationaler Solidarität und der Formung des politischen Bewusstseins junger Leser spielten. Der Einsatz von Techniken wie Suggestion, Wettbewerb und Verzicht in den Zeitschriften weckte nicht nur ein Gefühl kollektiver Verantwortung, sondern positionierte Kinder auch als aktive Mitgestalter einer internationalen sozialistischen Zukunft. Die Kinderzeitschrift Bummi ist besonders bedeutend im System der karitativen Spenden der DDR, da sie das Engagement anderer Teile der Gesellschaft zeigt und somit Fragen der transgenerationalen Bildung durch das Medium der Kinderzeitschriften aufwirft. Indem der Artikel sich von der Erzählung der Indoktrination abkehrt, hebt er das breitere Verständnis von Internationalismus in der DDR hervor und dessen Integration in den Alltag. Er unterstreicht damit die wichtige Rolle von Kinderzeitschriften nicht nur bei der Förderung einer Haltung der anti-imperialistischen Solidarität unter jungen Lesern, sondern auch bei der Gestaltung der Vision der DDR von einer internationalen sozialistischen Zukunft.
Jessica Dalljo (Mo.) hat diese Frage untersucht.
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