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Zusammenfassung Hintergrund Diabetes mellitus (DM) hat einen direkten Einfluss auf die klinische Manifestation und Prognose der aktiven Tuberkulosekrankheit (TB) und ist bekannt dafür, die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, die Erkrankung zu entwickeln. Wir wollten die Prävalenz von DM bei erwachsenen ugandischen Patienten mit neu diagnostizierter TB und die damit verbundenen soziodemografischen, anthropometrischen und metabolischen Merkmale der TB-DM-Komorbidität bestimmen. Methoden In dieser Querschnittsstudie, die in den TB-Behandlungszentren für Erwachsene von drei tertiären Gesundheitseinrichtungen in Uganda durchgeführt wurde, untersuchten wir erwachsene Teilnehmer mit neu diagnostizierter TB (diagnostiziert in < 2 Monaten) auf DM. Alle Teilnehmer wurden mit fünf Tests untersucht: zunächst mit einem Zufallsblutzuckertest (RBG) und später mit nüchternem Blutzucker (FBG), laborbasiertem glykosyliertem Hämoglobin (HbA1c), Point-of-Care (POC) HbA1c und oraler Glukosetoleranzprüfung (OGTT), falls der RBG ≥ 6,1 mmol/l betrug. Die WHO-Richtlinien zur Diagnose und Behandlung von DM wurden verwendet, um die DM-Diagnose zu unterstützen. Um die mit der DM-TB-Komorbidität verbundenen Faktoren zu identifizieren, wurde eine logistische Regression verwendet. Ergebnisse Insgesamt wurden 232 Teilnehmer mit neu diagnostizierter TB auf DM untersucht. Davon waren 160 (69%) weiblich. Das Medianalter (IQR), Body-Mass-Index und RBG aller Studienteilnehmer betrug 35 (27–42) Jahre, 19,2 (17,6–21,3) kg/m2 und 6,1 (5,5–7,2) mmol/l. Etwa die Hälfte der Teilnehmer (n = 117, 50,4%) hatte einen RBG-Wert ≥ 6,1 mmol/l. Von diesen kamen 75 (64,1%) Teilnehmer zur Nachuntersuchung zurück. Diabetes mellitus wurde bei 32 Teilnehmern diagnostiziert, was einer Prävalenz von 13,8% (95% CI 9,9–18,9) entspricht. Eine neue Diagnose von DM wurde bei 29 (90,6%) Teilnehmern festgestellt. Bei der logistischen Regression war ein Alter von ≥ 40 Jahren mit erhöhten Chancen auf TB- und DM-Komorbidität assoziiert (AOR 3,12, 95% CI 1,35–7,23, p = 0,008), während eine HIV-Koinfektion schützend war (AOR 0,27, 95% CI 0,10–0,74, p = 0,01). Schlussfolgerung TB- und DM-Komorbidität war in dieser Studienpopulation relativ häufig. Routinemäßiges Screening auf DM bei erwachsenen ugandischen Patienten mit neu diagnostizierter TB, insbesondere bei Personen im Alter von ≥ 40 Jahren und HIV-negativen Patienten, sollte in der klinischen Praxis gefördert werden.
Kibirige et al. (2024) untersuchten diese Frage.