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Die Cassava-Mosaikkrankheit (CMD) und die Cassava-Braunstreifenkrankheit (CBSD) sind endemische Bedrohungen für die Cassava-Produktion, die erhebliche Ertragsverluste verursachen. Sie werden jeweils durch Begomoviren und Ipomoviren verursacht, die von Weißen Fliegen und infizierten Stecklingen übertragen werden. Diese Studie hatte zum Ziel, die Virusarten, die für diese Krankheiten verantwortlich sind, zu überwachen und zu charakterisieren, um bestehende Lücken im Verständnis ihrer Epidemiologie in Côte d’Ivoire zu schließen. Die Felduntersuchungen wurden in den Jahren 2016, 2017 und 2020 durchgeführt, und es wurden keine CBSD-Symptome beobachtet. Es wurde jedoch ein Anstieg der CMD-Inzidenz von 45,95 % im Jahr 2016 auf 51,37 % im Jahr 2020 festgestellt, während die CMD-Schwere im Laufe der Jahre moderat blieb mit einem Mittelwert von 2,29. Die Anzahl der Weißen Fliegen war relativ gering und nahm im Laufe der Jahre ab. Molekulare Diagnosen an Cassava-Blattproben ermöglichten die Detektion des östafrikanischen Cassava-Mosaikvirus Kamerun (EACMCMV), das sowohl in Einzel- als auch in Mischinfektionen mit dem afrikanischen Cassava-Mosaikvirus (ACMV) vorkommt. Die Einzelinfektion mit EACMCMV, die 2016 nur in drei agroökologischen Zonen im östlichen Côte d'Ivoire festgestellt wurde, verbreitete sich 2017 im ganzen Land und wurde 2020 in den zentralen und südlichen Zonen weiter verbreitet, während die Co-Infektion von ACMV und EACMCMV sich auf die gesamten Zonen ausbreitete. Die phylogenetische Analyse der Virusisolierte zeigte, dass sie eng verwandt sind mit denen aus Burkina Faso, Ghana und Nigeria. Diese sich verändernde Population von Cassava-Virusarten stellt eine ernsthafte Bedrohung für den Cassava-Anbau dar. Das Verständnis der evolutionären Dynamik dieser Viren könnte helfen, bessere Strategien zur Krankheitsbekämpfung zu entwickeln, um die Krankheit zu kontrollieren.
Kouakou et al. (Mittwoch) haben diese Frage untersucht.