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Das orale Plattenepithelkarzinom (OSCC) ist die häufigste Krebsart im Kopf- und Halsbereich und macht ca. 377.000 Neufälle pro Jahr aus. Das Epithel-zu-Mesenchym-Übergangsprogramm (EMT) spielt eine wichtige Rolle bei der Progression und Metastasierung von OSCC und trägt somit zu einer schlechten Prognose bei Patienten mit fortgeschrittener Erkrankung bei. Der wachstumsfördernde Faktor Beta (TGF-ß) ist ein starker Induktor von EMT, der die Aggressivität der Krebszellen erhöht. Hier strebten wir an, RNA-bindende Proteine (RBPs) zu identifizieren, die EMT hervorrufen, die durch TGF-ß induziert werden. Zu diesem Zweck behandelten wir Mundkrebszellen mit TGF-ß und identifizierten insgesamt 643 signifikant deregulierter proteincodierender Gene als Reaktion auf TGF-ß. Bemerkenswerterweise kodierten 19 Gene für RBPs, wobei NANOS1 das am stärksten herunterregulierte RBP war. Subsequent zelluläre Studien zeigten eine starke hemmende Wirkung von NANOS1 auf die Migration und Invasion von SAS-Mundkrebszellen. Weitere mechanistische Studien offenbarten eine Interaktion von NANOS1 mit der TGF-ß-Rezeptor-1 (TGFBR1) mRNA, die zu einem erhöhten Abbau dieses Transkripts und einer reduzierten TGFBR1-Proteinausdruck führte, wodurch die nachgelagerte TGF-ß/SMAD-Signalgebung verhindert wurde. Zusammenfassend identifizierten wir NANOS1 als negativen Regulator der TGF-ß-Signalgebung in Mundkrebszellen.
Rosemann et al. (Mittwoch) untersuchten diese Frage.