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Zusammenfassung Die Anpassung an silikatische versus karbonatische Substrate wird als wichtiger Treiber der Artenbildung in der alpinen Flora angesehen. Die Rolle des Bestäubungssystems bei der Bildung und Erhaltung solcher Arten ist derzeit unklar. Hier wählten wir drei Artenpaare aus den Gattungen Gentiana, Primula und Rhododendron, die häufig in geografischer Nähe oder sogar Sympatrie vorkommen, um die Existenz von Bestäubungsbarrieren in diesen Linien zu untersuchen. Mit Hilfe von Remote-Kamera- und direkten Beobachtungsansätzen, Duft- und Farbanalysen sowie morphologischen Vergleichen testeten wir die Hypothese, dass divergente Bestäubergemeinschaften helfen, die genetische Trennung von Pflanzenpopulationen aufrechtzuerhalten, die an verschiedene Bodentypen angepasst sind. Wir fanden Unterschiede in der Häufigkeit, der diurnal Aktivität und bis zu einem gewissen Grad auch in der Gemeinschaftszusammensetzung der Blütenbesucher bei edaphischen vikariierenden Artenpaaren. Florale Merkmale wie Farbe und Duft sowie die Ko-Verteilung von Pflanzen und Blütenbesuchern deuten darauf hin, dass es divergente, aber überlappende Bestäubungssysteme gibt. Unsere Ergebnisse legen nahe, dass die reproduktive Barrierefunktion des Bestäubungssystems relativ klein ist. Während die Anpassung an verschiedene Böden weiterhin die Hauptkraft zu sein scheint, die edaphische vikariierende alpine Pflanzen genetisch voneinander trennt, könnten Bestäuber Hybridisierungsbarrieren in Kontaktbereichen abbauen.
Huber et al. (Di,) untersuchten diese Frage.