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Für das Satzverständnis muss die von den semantischen Beziehungen zwischen den Bestandteilen transportierte Information mit anderen Informationen kombiniert werden, um die Struktur der Bestandteile eines Satzes zu entschlüsseln, aufgrund atypischer und störungsbehafteter Sprachverwendung. Die neuralen Korrelate der Dekodierung der Satzstruktur durch semantische Informationen sind weitgehend unerforscht geblieben. In dieser funktionellen MRT-Studie untersuchen wir die neuronale Basis der semantisch gesteuerten syntaktischen Analyse während des Lesens von Sätzen und vergleichen sie mit der anderer Arten der syntaktischen Analyse, die durch Wortstellung und Kasusmarkierung gesteuert werden. Chinesische transitive Sätze verschiedener Strukturen wurden untersucht, die sich in Wortstellung, Kasusmarkierung und Agent-Patient-Semantiken (d.h. gleich vs. unterschiedlich in der Animationsfähigkeit) unterscheiden. Für die nicht-kanonischen, unmarkierten Sätze ohne nutzbare Kasusmarkierung wurde ein semantisch gesteuerter Effekt festgestellt, der durch die Ambiguität zwischen Agent und Patient im linken inferioren frontalen Gyrus opercularis (IFGoper) und im linken inferioren Parietallappen ausgelöst wurde, wobei die Aktivität nicht durch die Natürlichkeitsfaktoren der Sätze moduliert wurde. Der Vergleich zwischen jeder Art nicht-kanonischer Sätze und kanonischen Sätzen zeigte, dass der Nicht-Kanonizitätseffekt die linken posterioren frontalen und temporalen Regionen einbezog, im Einklang mit früheren Studien. Keine zusätzlichen neuronalen Aktivitäten waren in den nicht-kanonischen Sätzen in Reaktion auf die Kasusmarkierung zu finden. Ein Wortstellungs-Effekt über alle Satzarten hinweg wurde ebenfalls im linken IFGoper festgestellt, was auf ein gemeinsames neuronales Substrat zwischen verschiedenen Arten der Analyse hinweist. Der semantisch gesteuerte Effekt wurde auch für die nicht-kanonisch markierten Sätze beobachtet, jedoch nicht für die kanonischen Sätze, was darauf hindeutet, dass semantische Informationen neben der Kasusmarkierung zur Dekodierung der Satzstruktur verwendet werden. Die aktuellen Ergebnisse veranschaulichen die neuronalen Korrelate der syntaktischen Analyse mit Semantik und liefern neuronale Beweise dafür, wie Semantik die Syntax zusammen mit anderen Informationen erleichtert.
Zhang et al. (Fr,) haben diese Frage untersucht.