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Hintergrund: Schwerhörigkeit (HL) ist eine Beeinträchtigung der Hörfunktion mit identifizierten genetischen Formen, die syndromisch (30%) oder nicht-syndromisch (70%) sein können. HL ist genetisch heterogen, mit mehr als 1.000 Varianten in 150 ursächlichen Genen, die bis heute identifiziert wurden. Die genetische Diagnoserate variiert erheblich je nach der getesteten Population. Länder mit einem erheblich hohen Konsanguinitätsgrad bieten eine einzigartige Ressource zur Untersuchung seltener Formen von rezessiver HL. In dieser Studie identifizierten wir genetische Varianten, die mit bilateraler sensorineuraler HL (SNHL) assoziiert sind, mittels Whole-Exome-Sequenzierung (WES) in 11 Familien, die in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) wohnen. Ergebnisse: Wir stellten die molekulare Diagnose bei sechs Probanden fest, mit sechs unterschiedlichen pathogenen oder wahrscheinlich pathogenen Varianten in den Genen MYO15A, SLC26A4 und GJB2. Eine neuartige nonsens-Variante, MYO15A: p.Tyr1962Ter*, wurde in homozygoter Form in einer Familie identifiziert, die in keiner öffentlichen Datenbank gemeldet wurde. SLC26A4 und GJB2 waren die am häufigsten assoziierten Gene in dieser Studie. Darüber hinaus wurden sechs Varianten mit ungewisser Bedeutung (VUS) in fünf Probanden in den Genen CDH23, COL11A1, ADGRV1, NLRP3 und GDF6 nachgewiesen. Insgesamt wurden 12 Varianten in acht Genen beobachtet. Unter diesen Varianten wurden acht Missense-Varianten (66,7%), drei Nonsense-Varianten (25,0%) und eine Frameshift-Variante (8,3%) identifiziert. Die Gesamtdiagnoserate dieser Studie betrug 54,5%. Etwa 45,5% der Patienten in dieser Studie stammten aus konsanguinen Familien. Fazit: Das Verständnis der genetischen Grundlagen von HL bietet Einblicke in die klinische Diagnose von Hörbeeinträchtigungen durch die Nutzung der Next-Generation-Sequenzierung (NGS). Unsere Ergebnisse tragen zum Wissen über das heterogene genetische Profil von HL bei, insbesondere in einer Population mit einer hohen Konsanguinitätsrate in der arabischen Bevölkerung.
Ali et al. (Mon,) untersuchten diese Frage.
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