Key points are not available for this paper at this time.
Zusammenfassung Hintergrund Für Erwachsene, die mit HIV (ALHIV) und Komorbiditäten leben, ist der Zugang zu umfassenden Gesundheitsdiensten entscheidend, um optimale Gesundheitsergebnisse zu erzielen. Diese Studie zielt darauf ab, die erlebten Erfahrungen, Herausforderungen und Bewältigungsstrategien beim Zugang zur Behandlung von Bluthochdruck und/oder Diabetes (HTN/DM) in HIV-Behandlungs- und Pflegekliniken (CTCs) sowie in anderen Gesundheitseinrichtungen zu beschreiben. Methodik Wir führten eine qualitative Studie durch, die zwischen Januar und April 2022 einen phänomenologischen Ansatz mit einem halbstrukturierten Interviewleitfaden in sechs HIV-CTCs in Dar es Salaam, Tansania, anwendete. Wir rekrutierten gezielt 33 ALHIV mit HTN (n = 16), DM (n = 10) und beiden (n = 7). Die thematische Inhaltsanalyse wurde durch das 5As-Rahmenwerk zum Zugang zur Pflege geleitet. Ergebnisse Die Mehrheit der Teilnehmer waren Frauen im Alter von 54–73 Jahren und wurden aus regionalen Überweisungshospitälern rekrutiert. HIV-CTCs in regionalen Überweisungshospitälern boten konsistenter HTN-Screening-Dienste an im Vergleich zu denen in Bezirkskrankenhäusern und Gesundheitszentren. Teilnehmer suchten HTN/DM-Behandlung in Nicht-CTC-Gesundheitseinrichtungen aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit solcher Dienste in HIV-CTCs. Der Zugang zur medizinischen Versorgung für diese Zustände wurde jedoch als wenig entgegenkommend und schlecht koordiniert wahrgenommen. Die Notwendigkeit, mehrere Kliniktermine für die Behandlung von HTN/DM zusätzlich zur HIV-Versorgung wahrzunehmen, wurde als frustrierend, zeitaufwändig und finanziell belastend empfunden. Hohe Kosten für die Behandlung und den Transport, begriffliche Unsicherheiten bezüglich der Komorbiditäten und die wahrgenommene Komplexität der HTN/DM-Versorgung trugen zur Unterbrechung der HTN/DM-Behandlung bei. Als Bewältigungsmechanismus überwachten die Teilnehmer häufig ihre eigenen HTN/DM-Symptome zu Hause und nutzten Apotheke und Dispensare in der Nähe ihres Wohnorts, um den Blutdruck und Blutzucker zu überprüfen und Medikamente zu erhalten. Die Teilnehmer äußerten eine Präferenz für nicht-pharmazeutische Ansätze zur Behandlung von Komorbiditäten, wie z.B. Lebensstiländerungen (bevorzugt von jüngeren Teilnehmern) und pflanzliche Therapien (bevorzugt von älteren Teilnehmern), wegen Bedenken bezüglich von Nebenwirkungen und wahrgenommener Ineffektivität von HTN/DM-Medikamenten. Teilnehmer bevorzugten auch integrierte Versorgung und fokussierte Patientenbildung zum Management von Multimorbidität in HIV-CTCs. Fazit Unsere Ergebnisse heben signifikante Barrieren beim Zugang zu HTN/DM-Versorgung bei ALHIV hervor, die überwiegend mit erschwinglichkeit, Verfügbarkeit und Zugänglichkeit zusammenhängen. Die Integration von NCD-Versorgungsleistungen in HIV-CTCs könnte den Zugang zur Gesundheit und die Ergebnisse für ALHIV erheblich verbessern und mit den Präferenzen der Patienten in Einklang stehen.
Ottaru et al. (Fri,) untersuchten diese Frage.
Synapse has enriched 5 closely related papers on similar clinical questions. Consider them for comparative context: