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Zusammenfassung Hintergrund Litauen hat eine der höchsten Durchschnittswerte in der Europäischen Union, wenn es um psychologische und/oder ökonomische Intimpartnergewalt (PE-IPV) geht. Überlebende von IPV haben mehrere Male häufiger psychische Gesundheitszustände als Personen ohne IPV-Erfahrungen. Ziel dieses Artikels ist es, die Prävalenz, Merkmale und Einstellungen von PE-IPV-Überlebenden in Litauen sowie die Prädiktoren für ihre Inanspruchnahme von psychischen Gesundheitsdiensten zu untersuchen. Methoden Eine Querschnittsstudie basierend auf einer nationalen Umfrage, die repräsentativ für die erwachsene Bevölkerung ist. Die Umfrage wurde von einem unabhängigen Marktforschungsunternehmen durchgeführt, das ein Online-Umfragepanel einsetzt. In der Analyse wurden logistische Regressionsmodelle verwendet. Ergebnisse Fast 50 % der Frauen in Litauen erleben PE-IPV. Frauen sind signifikant wahrscheinlicher betroffen als Männer. Die überwältigende Mehrheit der Frauen hält PE-IPV für inakzeptabel; dennoch sucht nur ein Drittel der Überlebenden irgendeine Art von Hilfe. Nur ein Zehntel wendet sich an psychische Gesundheitsdienste, wobei Geschiedene höhere Chancen haben, dies zu tun. Schlussfolgerungen Weitere Forschung ist erforderlich, um Prädiktoren und Kontextfaktoren zu erforschen, warum IPV-Überlebende psychische Gesundheitsversorgung suchen oder nicht. Politische Implikationen umfassen die Notwendigkeit, IPV und Stigmatisierung im Bereich psychischer Gesundheit zu beseitigen; zugängliche psychische Gesundheitsdienste und effektive Behandlungsansätze zu entwickeln.
Grigaitė et al. (Fri,) haben diese Frage untersucht.