Hintergrund Ausreichender und guter Schlaf ist wesentlich zur Verbesserung der psychischen Gesundheit und kognitiven Funktion bei älteren Erwachsenen. Es gibt jedoch einen Mangel an Forschung über den Zusammenhang zwischen Schlaf, psychiatrischen Symptomen und kognitiver Funktion in der chinesischen älteren Bevölkerung. Methoden Insgesamt wurden 621 ältere Menschen ab 60 Jahren aus der Gemeinde in die aktuelle Studie einbezogen. Der Pittsburgh Sleep Quality Index (PSQI), die Geriatrische Depressionsskala (GDS), die Selbstbeurteilungsskala für Angst (SAS) und die Montreal Cognitive Assessment Skala (MoCA) wurden bei allen Teilnehmern angewendet. Basierend auf dem PSQI wurden die Studienteilnehmer in eine Gruppe mit guter Schlafqualität und eine mit schlechter Schlafqualität eingeteilt. Darüber hinaus wurden 48 gesunde Personen ohne leichte kognitive Beeinträchtigung und Demenz einer Hirn-MRT-Untersuchung unterzogen. Ergebnisse Die Prävalenz von schlechtem Schlaf betrug 49,9 %, und Alter, körperliche Bewegung, traumatische Hirnverletzung sowie familiäre Vorgeschichte von Schlafstörungen waren mit schlechtem Schlaf assoziiert (p < 0,05). Schlechtschläfer zeigten eine höhere Prävalenz von Angst- und Depressionssymptomen als Gutschläfer (p < 0,05). In einer Teilgruppenanalyse der Magnetresonanztomographie hatten Personen mit schlechter Schlafqualität eine höhere Dicke des linken und rechten transversalen Temporallappenkortex sowie höhere Werte auf den GDS- und SAS-Skalen. Die Ergebnisse der linearen Regressionsanalyse zeigten, dass der Gesamtscore der SAS mit der Dicke des linken transversalen Temporalligamentgyrus korreliert war (T = 2,115, p = 0,042). Schlussfolgerung Etwa die Hälfte der älteren Erwachsenen in der Gemeinde hat Schlafprobleme. Schlechte Schlafqualität war mit Symptomen von Angst und Depression assoziiert. Darüber hinaus könnte die kortikale Dicke des transversalen Temporalligamentgyrus mit Angstsymptomen bei älteren Erwachsenen mit schlechter Schlafqualität zusammenhängen. Diese Studie weist darauf hin, dass ein Rückgang der Schlafqualität das Risiko für Angst und Depression erhöhen kann und der transversale Temporalligamentgyrus eine wichtige regulierende Rolle in diesem Prozess spielen könnte.
Fu et al. (Thu,) untersuchten diese Frage.