Die digitale Wirtschaft Indonesiens hat sich rasant erweitert, doch dieses Wachstum ging mit einem starken Anstieg der Cyberbedrohungen einher, insbesondere Ransomware- und Phishing-Angriffe. Trotz dessen bleibt die nationale Investition in Cybersicherheit mit nur 0,02 % des BIP kritisch niedrig – einer der geringsten Werte in ASEAN. Diese Studie analysiert die strukturelle Fehlanpassung zwischen der zunehmenden Bedrohungslage und den finanziellen sowie politischen Reaktionen des Landes. Unter Verwendung von Sekundärdaten von 2020 bis 2023 werden Angriffshäufigkeiten, regionale Investitionsvergleiche und prognostiziertes Marktwachstum untersucht. Zentrale Ergebnisse zeigen, dass sich Cybervorfälle von 88 Millionen Anfang 2020 auf 347 Millionen im ersten Halbjahr 2023 erhöht haben; der indonesische Cybersicherheitsmarkt wird von 1,07 Milliarden USD im Jahr 2024 auf 3,48 Milliarden USD im Jahr 2030 wachsen. Regulatorische Fragmentierung, begrenzte Bereitschaft kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) sowie unzureichende öffentlich-private Koordination bleiben jedoch bedeutende Hindernisse. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die Behebung der politischen Fragmentierung, die Erhöhung der Investitionen und die Integration von KMU in die nationale Strategie entscheidend sind, um die digitale Zukunft Indonesiens zu sichern und das Potenzial seines wachsenden Cybersicherheitsmarktes zu erschließen.
Nuraini Purwandari (Dienstag) untersuchte diese Frage.