Zusammenfassung Diese Studie untersucht die Wahrnehmung und Umsetzung von partizipativer Governance im Management von Kulturerbe unter Fachleuten in Indien. Durch die Befragung von 144 Fachleuten und die Durchführung vertiefender Interviews mit ausgewählten Experten identifiziert die Forschung unterschiedliche Vertrautheitsgrade und verschiedene Definitionen von partizipativer Governance. Die wichtigsten Erkenntnisse betonen stark die inklusive Entscheidungsfindung, Transparenz, Gemeinschaftsermächtigung und die Integration traditionellen Wissens. Es bleiben jedoch erhebliche Herausforderungen bestehen, darunter unzureichende Governance-Rahmenbedingungen, mangelndes Engagement der Interessenvertreter und ein Mangel an öffentlichem Bewusstsein. Diese Studie hebt die Vorteile der partizipativen Governance hervor – einschließlich des Vertrauens der Gemeinschaft, sozioökonomischer Vorteile und besserer Erhaltung des Erbes – während sie Barrieren wie schlechte Kommunikation, politische Zurückhaltung und Einschüchterung anmerkt. Sie empfiehlt Bildungsprogramme, stärkere institutionelle Rahmenbedingungen und digitale Werkzeuge zur Förderung der öffentlichen Beteiligung. Es wird zu gemeinsamen Anstrengungen zwischen Regierungsstellen, Erbeinstitutionen und lokalen Gemeinschaften aufgerufen, um inklusive Plattformen für Dialog und Entscheidungsfindung zu schaffen. Durch die Annahme dieser Strategien kann Indien einen effektiveren und nachhaltigeren Ansatz für das Management von Kulturerbe fördern, um sicherzustellen, dass künftige Generationen das reiche kulturelle Erbe des Landes bewahren und wertschätzen.
Routh et al. (2025) haben diese Frage untersucht.