HINTERGRUND: Die Fontan-Umwandlung (FC) ist mit einem geringeren Risiko für atriale Arrhythmien und Thromboembolien verbunden, jedoch ist unbekannt, ob FC das Langzeitüberleben verbessert. Ziel dieser Studie war es, den Einfluss von FC auf das transplantationsfreie Überleben zu beurteilen. METHODEN: Erwachsene mit Fontan-Palliation wurden in 3 Gruppen eingeteilt: (1) atriopulmonale Fontan-Verbindung; (2) atriopulmonale Fontan und anschließende FC zur totalen kavopulmonalen Verbindung (TCPC); (3) TCPC bei der initialen Fontan-Operation. Das Risiko für Tod/Transplantation wurde zwischen den 3 Gruppen mithilfe einer Cox-Regression analysiert. ERGEBNISSE: Wir untersuchten 534 Patienten (Alter 27±9 Jahre; Männer N=298; 56%). Die Patienten wurden in die Gruppe der atriopulmonalen Fontan (N=199, 37%); FC-TCPC (N=138, 26%); und TCPC (N=197, 37%) eingeteilt. Die FC-TCPC- und TCPC-Gruppen wiesen eine ähnliche 15-Jahres-Inzidenz für Tod/Transplantation auf (42 % gegenüber 47 %; P =0,8), selbst nach Ausschluss der 8 % operationsbedingten Mortalität in der FC-TCPC-Gruppe (38 % gegenüber 47 %; P =0,3). In den multivariaten Analysen waren weder FC noch die Art der Fontan-Verbindung mit Tod/Transplantation assoziiert. Vielmehr waren die Risikofaktoren für Tod/Transplantation höheres Alter, hepatorenale Dysfunktion, Herzinsuffizienz und höhere Fontan-Drucke. Die Prävalenz und Schwere dieser Komorbiditäten nahmen mit dem Alter zu, was darauf hindeutet, dass diese Faktoren die Dauer der Fontan-Physiologie widerspiegeln, statt die Art der Fontan-Verbindung. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Diese Ergebnisse, zusätzlich zur hohen operationsbedingten Mortalität, die mit FC verbunden ist, deuten darauf hin, dass dies möglicherweise nicht die optimale Behandlungsoption für die meisten Erwachsenen mit atriopulmonalem Fontan und Fontan-Insuffizienz ist. Die Dauer der Fontan-Physiologie und nicht die Art der Fontan-Verbindung könnte der Hauptfaktor für die Ergebnisse sein.
Moustafa et al. (2025) haben diese Frage untersucht.
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