Diese Studie untersucht die anhaltende Relevanz der Hypergamie – der Neigung von Frauen, Partner mit höherem sozioökonomischem Status zu suchen – trotz zeitgenössischer Veränderungen von Geschlechternormen, Arbeitsbeteiligung und Familienstrukturen. Basierend auf Umfragedaten von 740 Universitätsstudierenden an der Sakarya-Universität untersucht die Forschung, wie Erwartungen hinsichtlich Einkommen, Eigentum, Berufsprestige und kultureller Angemessenheit geschlechtsspezifisch variieren und die Partnerpräferenzen prägen. Die Ergebnisse zeigen wahrgenommene geschlechtsspezifische Muster: Frauen legen signifikant mehr Wert auf finanzielle Sicherheit, kulturelle Verfeinerung und beruflichen Erfolg bei potenziellen Partnern als Männer. Diese Präferenzen deuten darauf hin, dass die Ehe weiterhin als ein Weg zur sozialen Mobilität wahrgenommen wird, insbesondere bei Frauen. Die Studie interpretiert diese Ergebnisse durch die Brille sozialer Strukturen, die unterschiedliche Formen von Kapital – wirtschaftliches, kulturelles und symbolisches – innerhalb des Heiratsmarktes wertschätzen. Diese Formen des Kapitals beeinflussen nicht nur die Wünschbarkeit, sondern dienen auch als Instrumente zur Aushandlung besserer Lebensmöglichkeiten durch romantische Verbindungen. Anstatt Hypergamie als ein veraltetes Relikt zu betrachten, framet die Studie sie als pragmatische Antwort auf die Anforderungen des modernen Lebens, in dem sozioökonomischer Druck und geschlechtsspezifische Erwartungen trotz formellen Schritten in Richtung Gleichheit bestehen bleiben. Indem diese Dynamiken im türkischen Kontext verortet werden, der traditionelle Werte und moderne Aspirationen ausbalanciert, hebt der Artikel hervor, wie die Partnerwahl weiterhin tiefere soziale Hierarchien und strukturelle Einschränkungen in der Familienbildung widerspiegelt.
Özgür KAYA (Sun,) untersuchte diese Frage.