Key points are not available for this paper at this time.
Tumoren können Jahre nach der Behandlung wieder auftreten, und Brustkrebs ist besonders bekannt für lange Phasen der Dormanz. Der Status des Krebses während dieser Phase ist schlecht verstanden. Als Modell zur Untersuchung der Mechanismen der Dormanz verwendeten wir murine D2.0R-Mammakarzinomzellen, die schlecht metastasieren, jedoch gelegentlich Metastasen in der Leber und anderen Organen nach langer Latenz bilden. Hochmetastasierende D2A1-Zellen dienten als positives, metastatisches Kontrollmodell. Unser Ziel war es, zu lernen, wie sich die Zelllinien in den Überlebenskinetiken an einem sekundären Standort unterscheiden und Beweise für die Quelle der D2.0R-Dormanz zu suchen. In spontanen Metastasetests aus Injektionen ins mammäre Fettpolster fanden wir Beweise für Dormanz aufgrund der Persistenz großer Zahlen von solitären Zellen in der Leber. Um das Schicksal der Zellen nach dem Eintreffen in der Leber zu quantifizieren, wurden experimentelle Metastasetests verwendet. Um die Identifizierung von Zellen zu ermöglichen, die sich nicht geteilt hatten, wurden die Zellen vor der Injektion mit fluoreszierenden Nanosphären markiert, die durch Zellteilung auf nicht nachweisbare Niveaus verdünnt wurden. Krebszellen wurden i.v. injiziert, um sie gezielt zur Leber zu bringen, und gleichzeitig mit Referenzmikrosphären injiziert, um das Überleben der Zellen zu überwachen. Dormanz wurde definiert als Beibehaltung der Nanosphärenfluoreszenz in vivo sowie negative Färbung für den Proliferationsmarker Ki67. Ein großer Teil der D2.0R-Zellen blieb als solitäre, ruhende Zellen bestehen. Es bildeten sich keine Metastasen, aber lebensfähige Zellen konnten 11 Wochen nach der Injektion aus der Leber gewonnen werden. Auch große Zahlen von solitären, ruhenden, Ki67-negativen D2A1-Zellen wurden vor dem Hintergrund progressiv wachsender Metastasen nachgewiesen. Somit identifizierte diese Studie einen möglichen Beitrag zur Tumordormanz: solitäre, ruhende Zellen, die im Gewebe persistieren. Wenn solche Zellen bei Patienten vorhanden sind, könnten sie zum Tumorrückfall beitragen und wären nicht anfällig für aktuelle therapeutische Strategien, die auf proliferierende Zellen abzielen.
Nishimura et al. (Di,) haben diese Frage untersucht.