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Epidemiologische Studien haben eine niedrige diätetische Mg2+-Zufuhr mit Insulinresistenz (IR) und einem erhöhten Risiko für das metabolische Syndrom in Verbindung gebracht; jedoch wurde der Effekt von Mg2+-Supplementierung auf die IR nicht ausreichend untersucht. Diese Studie hatte das Ziel, die Auswirkungen einer oralen Mg2+-Supplementation auf die Insulinempfindlichkeit (IS) und Serumlipide zu untersuchen. Achtundvierzig Patienten mit leichter unkomplizierter Hypertonie nahmen an der Studie teil. Unter ihnen erhielten 24 Probanden 600 mg Pidolat-Mg2+ täglich zusätzlich zu Lebensstilempfehlungen über einen Zeitraum von 12 Wochen, während weitere 24 alters- und geschlechtsangepasste Kontrollen nur Lebensstilempfehlungen erhielten. Zu Beginn und am Ende der Studie wurde bei allen Probanden eine Blutentnahme zur Bestimmung des Nüchternblutzuckers und der Insulinspiegel, der Serumlipide sowie anderer Standardlaboruntersuchungen durchgeführt, ebenso wie ein oraler Glukosetoleranztest (OGTT) zur Schätzung der IS-Indizes. In der Mg2+-Supplementierungsgruppe wurden die aus dem OGTT abgeleiteten IS-Indizes von Stumvoll, Matsuda und Cedercholm zwischen dem Ausgangswert und Studienende erhöht. Im Gegensatz dazu änderten sich keine dieser Parameter in der Kontrollgruppe. Rückgänge bei Gesamtcholesterin, LDL-Cholesterin und Triglyceridspiegeln sowie ein paralleler Anstieg des HDL-Cholesterinspiegels waren am Ende der Studie in der Interventionsgruppe zu beobachten, jedoch nicht in der Kontrollgruppe. Diese Studie legt nahe, dass orale Mg2+-Supplementierung die IS und das Lipidprofil bei leicht hypertonen Patienten verbessert. Diese potenziell positiven Effekte von Mg2+ auf assoziierte Stoffwechselfaktoren könnten für Patienten mit Hypertonie in Bezug auf eine allgemeine Reduktion des kardiovaskulären Risikos hilfreich sein.
Toprak et al. (Sun,) haben diese Frage untersucht.