Diese Studie untersucht die Schnittstelle zwischen islamischer Populärkultur und der Kommodifizierung von Religion anhand von muslimischen Modeprodukten auf Instagram. Mittels eines qualitativ-deskriptiven Ansatzes wurden Daten durch Tiefeninterviews mit drei Schlüsselinformanten erhoben: einer muslimischen Mode-Influencerin, einer Markeninhaberin und einer Konsumentin islamischer Mode. Mittels thematischer Analyse wurde untersucht, wie islamische Werte innerhalb der digitalen Modekultur repräsentiert, verhandelt und kommerzialisiert werden. Die Ergebnisse zeigen, dass Instagram als hybrider Raum dient, in dem Glaube und Konsumkultur koexistieren und islamische Symbole wie der Hijab, Modest Wear und koranische Motive gleichzeitig als Ausdruck von Frömmigkeit und als vermarktbare Handelsgüter fungieren können. Influencer und Marken nutzen religiöse Narrative strategisch, um Authentizität zu etablieren und Zielgruppen anzusprechen, die sowohl nach spirituellem Sinn als auch nach einer Lifestyle-Identität suchen. Unterdessen nutzen Konsumenten diese Produkte als Zeichen der Zugehörigkeit und des moralischen Ausdrucks, obwohl sie das Risiko einer oberflächlichen Religiosität erkennen. Die Studie schließt damit, dass muslimische Mode auf Instagram die Transformation von Religion in ein digitales Handelsgut verdeutlicht – wobei spirituelle Werte im Einklang mit zeitgenössischen kapitalistischen und medialen Logiken ästhetisiert, vermarktet und konsumiert werden.
Hakim et al. (Fri,) untersuchten diese Fragestellung.
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