Zusammenfassung Der Artikel schlägt eine Agentur-Wende im Tierrecht vor, die den Spuren der politischen Agentur-Wende in der Tierethik folgt. Das Recht arbeitet derzeit unter der Annahme, dass Tiere passive Nicht-Agenten sind, was sich in der Art ihrer rechtlichen Vertretung als stimmlos und inkompetent widerspiegelt. Wir stellen diese Annahme in Frage, indem wir drei alternative Standards für die rechtliche Vertretung von Tieren und ihren Interessen in den Entscheidungsprozessen, die sie betreffen, identifizieren. Gemäß dem: (i) Interessensvertretungsstandard werden die besten Interessen von Tieren berücksichtigt; (ii) Hörstandard, Tiere haben eine Stimme, und ihre Beiträge werden eingeholt; und (iii) Ermächtigungsstandard, Tiere werden befähigt, Entscheidungen mit rechtlicher Wirkung zu treffen. Jeder Standard beinhaltet einen unterschiedlichen Grad an menschlicher und tierischer Beteiligung an rechtlichen Entscheidungsprozessen. Es wird argumentiert, dass Wissenschaftler die Annahme, dass Tiere passiv sind, neu bewerten und ernsthaft in Betracht ziehen sollten, inwieweit das Tierrecht in Richtung eines agentur-befürwortenden Paradigmas voranschreiten könnte.
Kurki et al. (Fri,) haben diese Frage untersucht.