Künstliche Intelligenz (KI) wird zunehmend als Treiber wirtschaftlicher Transformation betrachtet, aber ihre Fähigkeit zur Armutsbekämpfung im Globalen Süden bleibt umstritten. Dieser Artikel führt den Begriff der KI-Ökonomie ein – die politische Ökonomie der Wertschöpfung, -extraktion und -umverteilung in KI-Systemen – um zu untersuchen, wie Innovationsagenda mit strukturellen Ungleichheiten zusammenhängt. Dieser Artikel untersucht, wie Soziale Innovations (SI)-Systeme, gekoppelt mit dezentralen Web3-Technologien wie Blockchain, Dezentralen Autonomen Organisationen (DAOs) und Datenkooperationen, Datenmonopole herausfordern, wirtschaftliche Gewinne umverteilen und inklusive Entwicklung unterstützen können. Anhand von Aktionsforschung (AR), die während der AI4SI International Summer School in Donostia-San Sebastián durchgeführt wurde, vergleicht dieser Artikel zwei kontrastierende Ökosysteme: (i) das etablierte AI4SI-Ökosystem, geprägt von zentraler Governance und ungleichen Vorteilen, und (ii) das dezentralisierte Web3-Entwicklungsökosystem, das gemeinschaftsgetriebene Innovation, Datensouveränität und alternative Wirtschaftsmodelle fördert. Die Ergebnisse unterstreichen die doppelte wirtschaftliche Rolle der KI: Während sie digitale Gerechtigkeit, Dienstleistungsbereitstellung und Empowerment erweitern kann, birgt sie auch das Risiko, Abhängigkeiten und Ungleichheiten zu verstärken, wenn Infrastrukturen und Governance schwach bleiben. Dieser Artikel schlussfolgert, dass die Einbettung der KI-Ökonomie in kontextsensitiven, dezentralen sozialen Innovationssystemen – im Einklang mit ethischer Governance und den SDGs – entscheidend ist, um das Versprechen der KI zur Armutsbekämpfung im Globalen Süden zu erfüllen.
Igor Calzada (Do,) hat diese Frage untersucht.
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