Dieses Papier untersucht das Konzept der „Resonanz“ in der Soziologie und bewertet dessen Stärken und Grenzen in mehreren theoretischen Traditionen, einschließlich des amerikanischen Pragmatismus, Hartmut Rosas kritischer Theorie und Jeffrey Alexanders kultureller Soziologie. Es wird argumentiert, dass die Überbewertung von Resonanz als das zentrale Metapher für kulturelle Rezeption ein mangelndes Verständnis für das Zusammenspiel zwischen Moral und Emotion bei der Auseinandersetzung des Publikums mit kulturellen Objekten und Aufführungen offenbart. Anstatt das Konzept abzulehnen, schlägt das Papier eine bescheidenere, aber analytisch präzisere Neufassung vor: Resonanz als moralische Ausrichtung, ohne ihre emotionale Dimension. Diese reduzierte Version erlaubt es, das Konzept innerhalb eines breiteren, multidimensionalen Rahmens der Rezeption zu situieren und bietet schärfere Werkzeuge zur Analyse der Dynamik kultureller Kontinuität und Transformation.
Nicolás Rudas (Di,) hat diese Frage untersucht.
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