Zweck Dieser Artikel zielt darauf ab zu zeigen, wie sich Wissensmanagement (WM) in verschiedenen Epochen entwickelt und verändert, und stellt fest, dass WM von Natur aus menschenzentriert ist – eine Eigenschaft, die durch vorherrschende positivistische Epistemologien konsequent untergraben wird. Gesellschaft 5.0 ist ein menschenzentriertes Rahmenwerk und dient dazu, das ursprüngliche menschenzentrierte Verständnis von WM wiederherzustellen. Design/Methode/Ansatz Diese Analyse untersucht die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von WM innerhalb der Wissensökonomie und der Gesellschaft 5.0. Die Analyse berücksichtigt aktuelle und relevante Literatur zu Gesellschaft 5.0, Mensch-KI-Interaktion und "verantwortlichem WM" (rWM). Ergebnisse Der Artikel zeigt, dass WM seit seiner Entstehung in den 1990er Jahren stagniert, da die dominante positivistische Agenda Wissen objektifiziert und somit Wissen vom Wissenden trennt. Diese epistemologische Fehlanpassung hat die menschenzentrierten Grundlagen von WM marginalisiert und Verwirrung zwischen WM und angrenzenden Bereichen wie "organisationalem Lernen" und "dynamischen Fähigkeiten" geschaffen. Forschungsgrenzen/Implikationen Der Artikel stellt die aktuellen Forschungsschwerpunkte im WM in Frage und fordert eine grundlegende Neubewertung der WM-Strategien, die menschliche Handlungsfähigkeit und kontextuelle Wissensschaffung über mechanistische Wissensintegrationsansätze priorisieren. Originalität/Wert Dieser Artikel leistet drei Beiträge: Er erklärt, wie WM durch Denkweisen eingeschränkt wird, die aus der Industriezeit stammen; er zeigt, wie WM durch Epistemologien begrenzt wird, die Wissenstransfer über menschliche Handlungsfähigkeit priorisieren; und er demonstriert, wie das Rahmenwerk von Gesellschaft 5.0 in Kombination mit den Prinzipien von rWM das Feld wieder mit seinen ursprünglichen Grundlagen in Einklang bringen kann.
Khadir et al. (Do,) haben diese Frage untersucht.