Diese Studie untersuchte Veränderungen bei Schwierigkeiten der Emotionsregulation während einer kurzfristigen dynamischen Psychotherapie und deren zeitlichen Zusammenhang mit Symptomen, wobei Bindungsstile als potenzielle Moderatoren berücksichtigt wurden. Dreizehnundsechzig Patient:innen mit leichter bis mittelschwerer Depression und/oder Angst durchliefen 16 Wochen supportive-expressive Therapie. Schwierigkeiten in der Emotionsregulation, Symptome und Bindungsstile wurden mittels Selbstberichtsverfahren erfasst. Entgegen den Hypothesen wurde keine generelle Verbesserung der Schwierigkeiten in der Emotionsregulation beobachtet. Patient:innen mit hoher Vermeidung in der Bindung zeigten jedoch eine gesteigerte emotionale Klarheit, während jene mit ängstlicher Bindung im Verlauf eine größere Akzeptanz negativer Emotionen entwickelten. Eine Verschlechterung der Emotionsregulationsstrategien wurde bei allen Patient:innen beobachtet, besonders bei denen mit vermeidender Bindung. Eine Kreuzverzögerungsanalyse (cross-lagged panel analysis) offenbarte komplexe zeitliche Dynamiken: bidirektionale Beziehungen zwischen Emotionsregulation und Symptomen während der frühen Sitzungen, Entkopplung in mittleren Sitzungen und unidirektionale Effekte (Regulation sagt Symptome voraus) in späten Sitzungen. Diese Ergebnisse unterstreichen die komplexen phasenabhängigen Dynamiken des Wandels der Emotionsregulation in der kurzfristigen psychodynamischen Psychotherapie. Die Resultate betonen die Bedeutung, sowohl die Behandlungsphase als auch Bindungsstile bei der Behandlung von Schwierigkeiten der Emotionsregulation in der Therapie zu berücksichtigen. (PsycInfo Database Record (c) 2025 APA, alle rights reserved).
Gershom Gwertzman (Do,) hat diese Frage untersucht.
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