Diese Studie untersucht, wie Sprachlehrer in der Türkei persönliche und berufliche Beziehungen zur Literatur entwickeln und wie diese Beziehungen ihre Lehrziele und Klassenpraktiken beeinflussen. Qualitative Daten wurden durch halbstrukturierte Interviews mit 30 Türkischlehrern der Mittelschule in Erzurum gesammelt, und die Daten wurden mit Hilfe der Inhaltsanalyse ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass persönliche Lesegewohnheiten, wahrgenommene literarische Kompetenz und kulturelle Orientierungen die Nutzung von Literatur als Lehrmittel durch die Lehrer prägen. Die Lehrer berichteten, dass literarische Texte die Entwicklung von Sprachfähigkeiten, kritischem Denken und Kreativität unterstützen, während sie auch Herausforderungen wie die Auswahl geeigneter Texte, begrenzte Unterrichtszeit und Unterschiede in der Schülerbereitschaft feststellten. Die Ergebnisse deuten weiter darauf hin, dass die kulturellen Hintergründe und persönlichen Werte der Lehrer einen erheblichen Einfluss auf ihre Textauswahl und pädagogischen Orientierungen haben. Insgesamt hebt die Studie die Rolle der Literatur bei der Förderung sowohl der kognitiven als auch der kulturellen Entwicklung hervor und empfiehlt, dass Lehrerbildungsprogramme regelmäßige Lesegewohnheiten und systematische Ansätze fördern, um die literarische Kompetenz zu stärken.
Albayrak et al. (Tue,) haben diese Frage untersucht.