Um die Anwendung der funktionellen Nahinfrarotspektroskopie (fNIRS) in der Gehirn-Computer-Schnittstellentechnologie (BCI) voranzutreiben, untersuchten wir kortikale Aktivierungsmuster, die mit auditiver selektiver Aufmerksamkeit assoziiert sind. Unter Verwendung eines dichotischen Hörparadigmas wurden den Teilnehmern gleichzeitig Musik- und Lesegeräusche jeweils auf das linke oder rechte Ohr präsentiert. Während der fNIRS-Aufzeichnungen wurden sie angewiesen, selektiv auf das Geräuschattribut (Musik vs. Lesen) oder den räumlichen Standort (linkes vs. rechtes Ohr) zu achten. Unterschiede in der kortikalen Aktivität in Bezug auf die Aufmerksamkeitsziele wurden mittels einer zweifaktoriellen Varianzanalyse (ANOVA) analysiert, wobei das Geräuschattribut und räumliche Informationen als Faktoren dienten. Unsere Ergebnisse zeigten einen signifikanten Haupteffekt des Geräuschattributs über mehrere Messkanäle hinweg. Bemerkenswert ist, dass die rechte parietale Region eine durchgehend höhere Aktivierung aufwies, wenn die Aufmerksamkeit auf Musik im Vergleich zu Lesegeräuschen gerichtet war. Im Gegensatz dazu zeigten bilaterale dorsolaterale präfrontale Kortex (DLPFC)-Kanäle eine höhere Aktivierung, wenn die Teilnehmer auf Lesegeräusche achten als auf Musik. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass kortikale Aktivierungsmuster durch auditive Aufmerksamkeitszustände basierend auf Geräuschattributen moduliert werden. Darüber hinaus erreichten vorläufige Klassifikationsanalysen eine Genauigkeit von 73,7 % bei der Unterscheidung der Aufmerksamkeitsziele (Musik vs. Lesegeräusche) und demonstrieren die Machbarkeit von fNIRS-basierenden BCI-Anwendungen.
Yamaguchi et al. (Freitag) untersuchten diese Frage.