Textile Blutgefäßprothesen können als der Goldstandard in der Gefäßchirurgie für die Behandlung von Aneurysmen oder den Bypass und die Rekonstruktion von Gefäßen betrachtet werden. Sie werden seit Jahrzehnten erfolgreich eingesetzt, insbesondere zur Behandlung von mittleren und großen Gefäßdurchmessern. Die Compliance dieser Implantate, die aus gewebtem oder gestricktem Stoff bestehen, ist jedoch aufgrund des Mangels an Elastizität des verwendeten Textils begrenzt. Dies schränkt ihre Anwendung bei kleinen Kalibergefäßen ein. Ziel dieser Arbeit ist es, eine Strategie zur Verbesserung der Elastizität der verwendeten Textilien zu präsentieren, indem sie mit metallischen, zickzackförmigen Stentsegmenten kombiniert werden. In einem vorläufigen Ansatz, um das Konzept zu validieren, wurden diagonal orientierte gewebte Mono- und Multifilament-Textilstreifen medizinischer Qualität mit NiTi-Stentsegmenten zusammengefügt. Dehnungs- und Entspannungstests wurden an gestenteten und nicht-gestenteten Streifen durchgeführt, um den Rückfedereffekt zu bewerten, der durch die Stentsegmente bereitgestellt wird. Die Ergebnisse zeigen, dass der Rückfedereffekt für ein Multifilamentmaterial um nahezu 300% und für ein Monofilamentmaterial um 50% erhöht werden kann. Die Formung dieser Materialien in röhrenförmige Geometrien würde den Röhren Compliance-Werte von bis zu 3,5% verleihen.
Christian Pidancier (Mon,) untersuchte diese Frage.