Zusammenfassung Dieser Artikel fügt eine ungewöhnliche Perspektive zu den aktuellen Debatten über die globale Erwärmung hinzu, indem er die vielfältigen Möglichkeiten aufzeigt, wie sich westliche Kolonialmächte durch die von dem Golfstrom geschaffenen und durch anthropogene Klimaveränderungen potenziell veränderten klimatischen Bedingungen verletzbar fühlten. Der Fokus liegt auf dem übersehenen Genre des „Golfstromromans“, einer Art Proto-Klimafiktion, die in der englischen, deutschen und französischen Literatur im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert florierte. Der Essay zeigt, dass diese Fiktionen nicht als apokalyptische Erzählungen verstanden werden dürfen. Stattdessen entwickelt das Genre eine feinere Epistemologie der Klimatechnologien imperialer Herrschaft. Die vergleichende Untersuchung des Golfstromromans offenbart, dass Vorstellung von Klimaveränderungen nicht von politischen und kolonialen Imaginären getrennt werden können.
Sebastian P. Klinger (Mon,) untersuchte diese Frage.
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