Abstract OP 22: Mental Health 4, B302 (FCSH), 4. September 2025, 14:45 - 15:45 Ziel Diese Studie zielt darauf ab, die Kontextpassung, Akzeptanz und Durchführbarkeit der Gruppenpsychologischen Intervention „Selbstfürsorge unter Frauen“ im Gemeindeumfeld zu bewerten, die von Group Problem Management Plus inspiriert ist und sich an Migrantinnen in Barcelona, Spanien, richtet. Methoden Es wurde eine Mixed-Methods-Prozessevaluation von November 2023 bis Dezember 2024 durchgeführt, um die Pilotimplementierung der Intervention zu evaluieren. Die Teilnahmeeignung wurde anhand von GHQ-12, WHODAS 2.0 und klinischen Beobachtungen beurteilt. Prozess-Outcomes wurden durch strukturierte Beobachtungen und Protokolle sowie Fokusgruppendiskussionen mit Frauen und Interviews mit Facilitatorinnen – Gemeindepychologinnen und interkulturellen Mediatoren – erhoben. Klinische Outcomes wurden an drei Zeitpunkten gemessen. Die qualitative Datenanalyse erfolgte mittels eines Grounded-Theory-Ansatzes. Ergebnisse Insgesamt nahmen 30 migrantische Frauen an vier multikulturellen Interventionsgruppen teil, mit einer Beibehaltungsrate von 90%. Unsere Ergebnisse zeigten, dass die Intervention die vielfältigen Bedürfnisse migrantischer Frauen aus einer intersektionalen Perspektive ansprach, Ressourcen zum Umgang mit Widrigkeiten bereitstellte und gleichzeitig echte soziale Bindungen unter Frauen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen förderte. Die klinischen Outcomes zeigten eine deutliche Verbesserung. Veränderungsmechanismen deuteten auf die Notwendigkeit hin, interkulturelle Mediatoren in die Durchführung solcher Interventionen zu integrieren, um Kommunikations- und Kulturperspektiven zu überbrücken und Bindungen zu schaffen. Dies erfordert jedoch ein starkes institutionelles Engagement, um ihre Präsenz in öffentlichen Diensten zu gewährleisten. Zudem können etablierte gemeindebasierte Überweisungsnetzwerke migrantischen Frauen die Navigation durch relevante Ressourcen erleichtern. In einem kulturell hochdiversen urbanen Kontext kann die gemeindebasierte psychische Gesundheitsversorgung die Zugänglichkeit verbessern. Solche Ansätze können die Perspektiven von Migrantinnen auf Wohlbefinden verstärken und Stereotype über die Rolle von Frauen in bestimmten Gemeinschaften durchbrechen. Schlussfolgerungen Im Rahmen der Prävention psychiatrischer Erkrankungen und Förderung psychischer Gesundheit schlägt „Selbstfürsorge unter Frauen“ Mechanismen innovativer Veränderung im Bereich der psychischen Gesundheit von Migrantinnen vor.
Cuxart‐Graell et al. (Mon,) untersuchten diese Frage.