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Hintergrund: Es ist seit langem bekannt, dass eine starke Beziehung zwischen Bewegungsstörungen und verschiedenen psychotropen Medikamenten sowie psychiatrischen Erkrankungen besteht. Die meisten psychiatrischen Patienten erhalten mehrere Medikamente aus verschiedenen Gruppen und viele haben mehrere Diagnosen (psychiatrisch und medizinisch), die in komplexer Weise verschiedene Bewegungsstörungen verursachen. Ziele und Zielsetzung: Ziel der Studie war es, die Prävalenz verschiedener Bewegungsstörungen bei stationären psychiatrischen Patienten zu bewerten. Materialien und Methoden: Wir untersuchten stationäre psychiatrische Patienten (n=268) und bewerteten klinisch ihre Bewegungsstörungen. Schwer erkrankte Patienten (Clinical Global Impression-Severity (CGI-S) >4) wurden aufgrund der CGI-S ausgeschlossen. Die Prävalenz verschiedener psychiatrischer und Bewegungsstörungen wurde querschnittlich mit relevanten soziodemografischen Daten gemessen. Ergebnisse: In der Gesamtheit von 268 stationären Patienten waren 138 (51,5%) männlich und 130 (49,5%) weiblich. Die meisten von ihnen (221) waren hinduistischen Glaubens (82,5%). Der Rest waren Muslime. Das Durchschnittsalter (Standardabweichung) betrug 40,22 (12,41). Die meisten Patienten waren schizophren (n=148, 55,2%), gefolgt von intellektuellen und entwicklungsbedingten Beeinträchtigungen (n=43, 16%) und bipolarer affektiver Störung (n=36, 13,4%). Nur 100 (37,7%) der 268 aufgenommenen Patienten hatten irgendeine Art von Bewegungsstörung. Unter den Patienten mit Bewegungsstörungen war die Mehrheit in der Kategorie medikamenteninduzierte Parkinsonismus (n=47, 17,5%), gefolgt von tardiven Dyskinesien (n=29, 10,8%). Laut dem Chi-Quadrat-Test stellte sich heraus, dass die Verteilung psychiatrischer Diagnosen (mit und ohne Bewegungsstörungen) in verschiedenen Altersgruppen und Geschlechtern signifikant unterschiedlich war. Die zweifaktorielle Varianzanalyse zwischen Gruppen zeigte, dass verschiedene psychiatrische Diagnosen und Geschlecht einen Einfluss auf die Dauer des Krankenhausaufenthalts hatten. Fazit: Unterschiedliche Bewegungsstörungen sind in langzeitstationären psychiatrischen Einrichtungen so verbreitet. Es kann geschlossen werden, dass solche stationären Einrichtungen regelmäßige medizinische und neurologische Untersuchungen zur angemessenen Patientenversorgung haben sollten, und psychiatrische Studenten eine angemessene Ausbildung in der Neurologie, insbesondere in Bezug auf Bewegungsstörungen, benötigen.
Roy et al. (Sun,) haben diese Frage untersucht.