Key points are not available for this paper at this time.
Die Keimung von Samen und die frühe Entwicklung von Keimlingen stellen kritische Phasen für die Etablierung von Rasenflächen unter zunehmend häufigen Dürre- und Salzstress dar. Diese Studie bewertete die Keimungsleistung von drei Kultivaren von Lolium perenne L. und drei Kultivaren von Poa pratensis L., die isoosmotischem Dürrestress, simuliert mit Polyethylenglykol (PEG), und Salzstress, hervorgerufen durch NaCl, ausgesetzt waren. Die Keimungsrate, die mittlere Keimungszeit, der Keimungsindex, der Keimlingsvitalitätsindex sowie die Elongation von Radikel und Plume wurden quantifiziert, und Tests zur Erholung nach dem Stress bewerteten die Umkehrbarkeit der Stresseffekte. Die osmotische Einschränkung, die durch PEG verursacht wurde, führte zu einer stärkeren Hemmung der Keimung und des Keimlingwachstums als NaCl bei vergleichbaren Wasserpotenzialen. L. perenne zeigte insgesamt eine höhere Toleranz und hielt eine schnellere Emergenz und eine größere Vitalität der Keimlinge über die Behandlungen hinweg aufrecht, während P. pratensis empfindlicher war, jedoch nach Entfernung des Stresses eine erhebliche Erholung der Keimung zeigte. Kultureabhängige Variation war in beiden Arten offensichtlich, und multivariate Analysen unterschieden konsequent zwischen toleranten und sensiblen Genotypen. Die kontrastierenden Keimungsstrategien, mit schneller Aktivierung bei L. perenne und verzögerter, erholungsorientierter Keimung bei P. pratensis, heben die artspezifischen Anpassungsreaktionen an Wasser- und Salzstress hervor. Diese Ergebnisse bieten eine physiologische Grundlage für die Auswahl resilienter Rasenflächenkultivare, die für Dürre- und salzanfällige Umgebungen geeignet sind und zur nachhaltigen Etablierung und Bewirtschaftung von Rasenflächen beitragen.
Sánchez et al. (Mittwoch) untersuchten diese Frage.