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Ziel: Bestimmung der langfristigen audiologischen und subjektiven Ergebnisse der Cochlea-Implantation bei Kindern mit kongenitaler einseitiger Taubheit (SSD), mit Schwerpunkt auf Faktoren, die möglicherweise den Grad des Nutzens beeinflussen. Studiendesign: Retrospektive Ein-Zentrum-Studie. Setting: Tertiäres Überweisungszentrum. Probanden: Zwanzig kongenital taube Kinder mit einem Durchschnittsalter bei der Implantation von 2,6 (±1,7) Jahren und einer durchschnittlichen Erfahrung mit Cochlea-Implantaten (CI) von 6,8 (±3,2) Jahren wurden einbezogen. Intervention: Unilaterale Cochlea-Implantation. Hauptoutcome-Maß: Bewertung des Sprachverständnisses in Ruhe (Freiburger/Göttinger/Mainzer Tests) und im Lärm (OLSA/OLKiSA), Fähigkeit zur Schalllokalisation (RMS, MAE), subjektive Bewertungen von Eltern und Kindern, angepasst an das Entwicklungsalter (SSQ, E-HAK, Bochumer Fragebögen) und CI-Nutzungszeit. Ergebnisse: Es wurden signifikante Verbesserungen beim Sprachverständnis im Lärm festgestellt, wenn Sprache vom implantierten Ohr kam und Lärm vom normal hörenden Ohr (SNR 1,08 dB ohne vs. −1,67 dB mit CI, P =0,0021), bei der Schalllokalisation gemessen mit RMS (69,76 Grad ohne vs. 52,38 Grad mit CI, P =0,0040) und in der subjektiven Einschätzung mit dem SSQ (P <0,005) und dem E-HAK (P =0,018). Es wurde keine klare Korrelation zwischen der subjektiven Bewertung durch Eltern oder Kinder und den objektiven Vorteilen des Implantats gefunden. Es gab beträchtliche interindividuelle Variabilität bei den Ergebnissen, die nicht allein durch das Alter bei der Implantation, die Dauer der CI-Nutzung oder die CI-Erfahrung erklärt werden konnte. Fazit: Obwohl das CI überwiegend positiv von Eltern und Kindern bewertet wird, ist eine umfassende Beratung über die zu erwartenden Vorteile erforderlich. Multizenterstudien mit gut dokumentierten Daten zu potenziell einflussnehmenden Faktoren werden in Zukunft mehr Klarheit schaffen.
Kirsten Oberländer (Di.) hat diese Frage untersucht.
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